Internetfreundin vergewaltigt? Urteil: Freispruch für Wolfsburger

Wolfsburg.  Das Pärchen hatte sich auf Extrem-Sex geeinigt. Aber das eine Mal ging es für die Frau zu weit, sie zeigte den Wolfsburger an.

Der Vergewaltigungsfall wurde vor dem Landgericht in Braunschweig verhandelt.

Der Vergewaltigungsfall wurde vor dem Landgericht in Braunschweig verhandelt.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Der Vergewaltigungsprozess gegen einen Wolfsburger (38) vor dem Landgericht Braunschweig endete am Donnerstag mit einem Freispruch. Die Anklage hatte dem Mann vorgeworfen, er hätte eine Internet-Bekanntschaft, mit der er zunächst mehrfach einvernehmlichen Extrem-Sex hatte, gegen ihren Willen und dann auch mit Gewalt zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Der Angeklagte hatte im Prozess detailreich über sein Sexualleben gesprochen. Die Aussage der Frau fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Nach Abschluss der Beweisaufnahme konnte dem Angeklagten allerdings nicht nachgewiesen werden, dass er gegen den erkennbaren Willen der Frau gehandelt hatte. Selbst die Frau, die im Prozess als Nebenklägerin auftrat, war sich laut der Vorsitzenden Richterin nicht sicher, ob der Mann ihren Widerwillen gegen bestimmte Praktiken realisiert hatte. Das Urteil der 8. großen Strafkammer ist noch nicht rechtskräftig.

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