Hendrich: „Das ist nur eine Momentaufnahme“

Wolfsburg.  Die Nationalspielerin war von Vizemeister Bayern zum VfL Wolfsburg gewechselt – mit dem sie in der Frauen-Bundesliga nun wieder Verfolger ist.

Kathrin Hendrich vom VfL Wolfsburg ist aktuell bei der deutschen Nationalmannschaft, mit der sie am Dienstag auf England trifft. Der Sommerneuzugang sprach aber auch über ihre Eingewöhnung beim VfL.

Kathrin Hendrich vom VfL Wolfsburg ist aktuell bei der deutschen Nationalmannschaft, mit der sie am Dienstag auf England trifft. Der Sommerneuzugang sprach aber auch über ihre Eingewöhnung beim VfL.

Foto: Manfred Heyne / imago images/foto2press

Seit Mitte Juli und damit rund ein Vierteljahr ist Kathrin Hendrich jetzt bei den Fußballerinnen des VfL . Allzu viel Zeit zum Eingewöhnen hatte die Defensivallrounderin, die vom FC Bayern nach Wolfsburg gewechselt war, nicht. Die 28-Jährige war wegen der Champions-League-Endrunde gleich mittendrin und hat sich sofort einen Stammplatz bei den Grün-Weißen gesichert. Aktuell wäre vielleicht etwas Zeit zum Verschnaufen – wenn Hendrich nicht als eine von sechs Wolfsburgerinnen zum Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft für die Partie am Dienstag gegen England gehören würde. Am Rande der Vorbereitung mit dem DFB-Team sprach sie auch über ihre erste Zeit in Wolfsburg und darüber, warum sie nicht glaubt, sich verwechselt zu haben...

Denn das könnte man durchaus annehmen. Hendrich hatte in ihren zwei Jahren in München schließlich in beiden nationalen Wettbewerben das Nachsehen gegen den VfL. Bereits davor, als sie beim damaligen 1. FFC Frankfurt spielte, blieben ihr nationale Titel verwehrt. Und aktuell ist das Defensiv-Ass mit Wolfsburg erneut in der Verfolgerrolle, zwei Punkte beträgt der Rückstand auf ihren Ex-Klub. Doch, so sagt sie lächelnd: „Schauen wir mal, das ist nur eine Momentaufnahme. Am übernächsten Spieltag treffen wir ja direkt aufeinander.“

Beim DFB-Team ist der Gipfel mit Bayern noch kein Thema

Doch das Bundesliga-Duell am 15. November ist aktuell noch kein Thema. Auch nicht bei der Nationalmannschaft, bei der der VfL und die Bayern mit sechs beziehungsweise sieben Spielerinnen erneut die größten Blöcke stellen. „Bisher wurde das noch nicht thematisiert. Vielleicht, wenn der Lehrgang zu Ende geht“, sagt die Neu-VfLerin.

Ihre Eingewöhnung im neuen Umfeld habe bisher gut geklappt, trotzdem oder vielleicht auch weil sie mit dem Königsklassen-Turnier, bei dem die Wolfsburgerinnen im Endspiel erneut an Olympique Lyon gescheitert sind, gleich gefordert war. „Mir war damals klar, dass ich gleich da sein musste“, sagt sie rückblickend, hat diesen Schritt von München nach Wolfsburg aber keinesfalls bereut. Im Gegenteil: „Ich bin froh, diesen Schritt gemacht zu haben.“

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Hendrich: Vorfreude auf Duell mit Rivale England

Jetzt liegt für sie aber erst einmal der Fokus auf Dienstag und England. Auf die Partie gegen den Gastgeber der EM 2022 freut sich die VfLerin riesig. Sie war auch schon vor knapp einem Jahr dabei, als die Deutschen im Londoner Wembleystadion vor fast 80.000 Fans mit 2:1 gewannen. „Das ist eine Mannschaft, die unser Niveau hat. Ich glaube schon, dass da eine gewisse Rivalität besteht, zumal viele Spielerinnen in den Vereinen zusammenspielen.“ Hendrich gefällt’s jedenfalls: „Ich persönlich mag solche Spiele. Das wird wieder sehr spannend.“

Allerdings sind in diesem Freundschaftsspiel in Wiesbaden so gut wie keine Zuschauer erlaubt. Gerade einmal 50 sind wegen der aktuellen Corona-Fallzahlen zugelassen, die Tickets sollen vor allem an Angehörige der Spielerinnen gehen.

Frauen-WM 2027 mit Deutschland? „Wäre eine Riesensache“

Umso größer war die Freude bei Hendrich zu Beginn der Woche, als der DFB bekanntgab, sich gemeinsam mit Belgien und den Niederlanden für die Ausrichtung der Frauen-WM 2027 zu bewerben. Hendrich, die in Belgien geboren wurde, wäre dann 35 Jahre alt. Sie sagt: „Ich habe mich natürlich riesig gefreut, denn ich habe eine besondere Beziehung zu den drei Ländern. Es wäre eine Riesensache, wenn die Frauen-WM in diesen drei Ländern stattfinden würde.“ Und sie schiebt schmunzelnd hinterher: „Ich will gar nicht darüber nachdenken, wie alt ich dann bin...“

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