Bekommt der VfL Wolfsburg weniger TV-Geld?

Wolfsburg.  Der Verteilungsschlüssel des TV-Geldes wird heiß diskutiert. Nach einem Modell würde auch der VfL Wolfsburg Millionen verlieren.

Wie viel TV-Geld fließt zukünftig an den VfL Wolfsburg? Der Verteilungsschlüssel wird heiß diskutiert.

Wie viel TV-Geld fließt zukünftig an den VfL Wolfsburg? Der Verteilungsschlüssel wird heiß diskutiert.

Foto: rust / Imago

4,4 Milliarden Euro: Diese Summe wird ab der kommenden Saison über vier Jahre an die 36 Vereine der Bundesliga und 2. Liga ausgezahlt. Doch wie dieser Betrag verteilt wird, ist umstritten. Kritiker haben ein Modell entworfen, wie das TV-Geld zugunsten eines vermeintlich ausgeglicheneren Wettbewerbs anders verteilt werden könnte. Davon wäre dann auch der VfL Wolfsburg betroffen. Die Entscheidung, wer wie viel von den 4,4 Milliarden Euro erhält, fällt das Präsidium der Deutschen Fußball-Liga am nächsten Montag.

Der „Kicker“ hat die Zahlen veröffentlicht. Demnach erhält der VfL für die laufende Saison 69,02 Millionen Euro aus dem TV-Vertrag . Diese Summe setzt sich zusammen aus 58,38 Millionen aus der nationalen sowie 10,64 Millionen aus der internationalen Vermarktung der Bundesliga. Zur besseren Einordnung: Der Branchenprimus FC Bayern bekommt nach dem bisherigen Verteilungsschlüssel 105,40 Millionen aufs Konto überwiesen, Aufsteiger Arminia Bielefeld erhält hingegen nur 34,31 Millionen.

2,41 Millionen weniger für den VfL?

Diese Schere soll, so wollen es die Kritiker des aktuellen Modells, kleiner werden. Sie wollen eine maximale Spreizung im Verhältnis 2:1 einführen. Das heißt: Der Erste der Fünfjahreswertung (also der FC Bayern) darf nicht mehr als doppelt so viel kassieren wie der Letztplatzierte. Das würde zu Verschiebungen führen, die auch den VfL betreffen. Nach diesem Modell erhielten zwölf Klubs aus der 1. und 2. Liga weniger Geld, 24 jedoch mehr. Die Wolfsburger würden zu den Verlierern gehören und 2,41 Millionen Euro pro Jahr weniger kassieren – eine Summe, die ein Klub wie der VfL gut verkraften kann.

Schmadtke war beim „G15-Treffen“

Um dieses Thema zu besprechen, weilte Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke vor drei Wochen beim sogenannten „G15-Treffen“ , das Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in Frankfurt einberufen hatte. Klubs, die sich für eine Umverteilung des TV-Geldes stark machen, waren dazu nicht eingeladen worden, was zu Streit innerhalb der Liga geführt hatte – und der dürfte auch nach der Entscheidung am Montag weitergehen.

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