Fünf Neuzugänge beim Handball-Oberligisten VfL Wolfsburg

Wolfsburg.  Auf 17 Spielerinnen wuchs der Kader von Trainer Oliver Bült in der Sommerpause an. Den zwei Abgängen stehen fünf Neuverpflichtungen gegenüber.

Josefin Meyer kommt vom SV Oebisfelde zum VfL Wolfsburg und bringt Erfahrung aus der A-Jugend-Bundesliga mit. 

Josefin Meyer kommt vom SV Oebisfelde zum VfL Wolfsburg und bringt Erfahrung aus der A-Jugend-Bundesliga mit. 

Foto: Privat

Zwei schmerzhaften Abgängen stehen aktuell fünf Neuzugänge gegenüber. Die positive Transferbilanz hat den Kader des VfL Wolfsburg auf 17 Spielerinnen anwachsen lassen. Seit vergangener Woche trainieren die Oberliga-Handballerinnen wieder, im September ist Saisonstart.

Noch will VfL-Trainer Oliver Bült die Hoffnung nicht aufgeben, dass Lara Ruppelt und Mariessa Heyne am ersten Spieltag für die Wolfsburgerinnen auflaufen. Doch hinter den VfL-Talenten stehen dicke Fragezeichen. Abwehrspezialistin Heyne plant, im Herbst für ein halbes Jahr nach Australien zu gehen. Sie könnte allenfalls noch bis Oktober in Wolfsburg spielen. Doch nicht einmal das ist sicher. Auch ihr Heimatverein HSG Badenstedt-Hannover hat angeklopft, bietet ihr Einsätze in der 3. Liga an. „Wir würden Mariessa gerne noch halten“, betont Bült.

Offen ist auch, was aus Torhüterin Ruppelt wird. Derzeit trainiert sie nicht. „Lara pausiert, sie brauchte eine Auszeit vom Handball“, erklärt Bült. Ruppelt war zuletzt einer Doppelbelastung aus Oberliga und A-Jugend-Bundesliga ausgesetzt. Im September werde man sich noch einmal mit ihr zusammensetzen, sagt Bült. „Ihr Abgang würde uns treffen.“ Derzeit planen die Wolfsburgerinnen ohne Heyne und Ruppelt.

Dennoch: Die Transferbilanz des VfL ist positiv. Bült kann seinen Kader auf bis zu 17 Spielerinnen ausbauen. Die Schwestern Jale und Nele Hänsel kehren zurück, nachdem sie eine Saison hatten kürzer treten müssen. Auch Lara Neumann will es noch einmal probieren. Sie plagen Knieprobleme. „Lara kann nicht ohne Handball. Wenn das Knie hält, macht sie weiter.“

Neu sind Josefin Meyer, Johanna Lösky, Nina Stapenhorst, Hannah Järke und Semira Isensee. Die 21-jährige Meyer kommt vom SV Oebisfelde, hat für den HSV Haldensleben in der A-Jugend-Bundesliga gespielt. Bült plant mit Meyer im Rückraum und am Kreis. „Josefin hat enorm viel Power, ist topfit“, sagt Bült. Mit Järke sicherte sich der VfL die Dienste einer vielversprechenden Nachwuchsspielerin. „Hannah war in der vergangenen Saison öfter bei uns in der Halle. Ich freue mich, dass sie sich für uns entschieden hat“, sagt Bült. Die 17-Jährige ging zuletzt für die JSG Allertal auf Torejagd, ihre Schwester Lea spielt bereits für den VfL. Bült: „Hannah ist ein Rohdiamant. Wir bauen sie langsam auf.“

Auch mit Isensee wird der VfL noch etwas Geduld haben müssen. Die ehemalige Drittliga-Spielerin musste verletzungsbedingt aussetzen. Zuletzt war sie beim BFC Preussen Berlin am Ball, wurde dort zweimal Oberliga-Meister und zweimal Pokalsieger. Jetzt kämpft sie sich zurück. Die 25-jährige Lösky war in der vergangenen Saison beim Northeimer HC II aktiv, macht nun in Wolfsburg ihr Referendariat.

Das VfL-Team ist seit Anfang Juli wieder im Training. Die Halle steht den Wolfsburgerinnen allerdings erst von August an zur Verfügung. Bült: „Wir machen nun vier Wochen lang Kraft und Ausdauer.“

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder