Erster Test: Erst am Ende macht’s der VfL deutlich

Gifhorn.   Die Bundesliga-Fußballer des VfL besiegen vor knapp 1500 Zuschauern in Gifhorn eine Regionalauswahl mit 8:1. Labbadia und Schmadtke sind zufrieden.

Auch Wout Weghorst gab beim 8:1 in Gifhorn gegen eine Regionalauswahl sein Debüt für den VfL, blieb aber in seinen ersten 45 Minuten als Wolfsburger ohne Treffer.

Auch Wout Weghorst gab beim 8:1 in Gifhorn gegen eine Regionalauswahl sein Debüt für den VfL, blieb aber in seinen ersten 45 Minuten als Wolfsburger ohne Treffer.

Foto: Darius Simka / regios24

Wer ein Feuerwerk des neuen VfL, der zuletzt zweimal in Folge erst in der Relegation den Bundesliga-Klassenerhalt gesichert hatte, erwartete, der wurde lange Zeit enttäuscht. Erst gegen Ende der Partie machten es die Wolfsburger Profifußballer in ihrem ersten Testspiel deutlich und besiegten eine Regionalauswahl vor knapp 1500 Zuschauern in der Gifhorner Flutmulde mit 8:1 (2:1).

Die Partie begann mit einem frühen Schock, als Vorsfeldes Landesliga-Kicker Michel Haberecht den Underdog mit einem direkten Freistoß in Führung brachte. Ansonsten rannten die Wolfsburger viel an, bissen sich an gut organisierten Amateuren aber häufig die Zähne aus – oder trafen nur Aluminium wie Admir Mehmedi und zweimal Yannick Gerhardt. Die von Willi Feer (TSV Hillerse) und dem Ex-VfLer Michael Spies (jetzt MTV Gifhorn) betreute Auswahl machte ihre Sache defensiv sehr ordentlich.

Bis kurz vor der Pause stand es remis, nachdem Kapitän Ignacio Camacho zumindest nach einer Viertelstunde das 1:1 per Kopf erzielt hatte. Renato Steffens Treffer aus gut 18 Metern in Minute 42 brachte den VfL aber zumindest ergebnistechnisch in die Spur.

Die Wolfsburger, bei denen neben Paul Verhaegh (private Gründe) auch Neuzugang Felix Klaus, Marvin Stefaniak (beide angeschlagen), Kaylen Hinds, William (beide Rückstand), die WM-Fahrer Koen Casteels und Jakub Blaszczykowski sowie Ismail Azzaoui (Knieverletzung) fehlten, machten es nach der Pause besser gegen die Amateure, die höchstens in Liga 5 zu Hause sind. Paul-Georges Ntep und Maximilian Arnold stellten bald auf 4:1, doch erst mit vier Toren in den letzten 16 Minuten machten es die Wolfsburger standesgemäß.

Coach Bruno Labbadia verfolgte die Partie dennoch neben der Bank stehend ganz gelassen, meinte: „Es war ein guter Test in einem guten Rahmen. Man sieht aber mal wieder, wie schwierig es ist, gegen tiefstehende Mannschaften zu spielen.“ Ähnlich entspannt sah’s der neue Geschäftsführer Jörg Schmadtke, der vor allem froh war, dass sich niemand verletzt hat: „Insgesamt haben sich die Spieler gut bewegt. Und wir haben ein paar Sachen gesehen, die man auch sehen will im ersten Spiel. Dass noch ein paar Dinge nicht ganz so rund laufen, ist auch normal.“

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