Kramp-Karrenbauer stößt nach 100 Tagen auf geteiltes Echo

Berlin.  Seit 100 Tagen ist AKK Verteidigungsministerin. FDP-Wehrexpertin Strack-Zimmermann: „Auf internationaler Bühne schwimmt sie noch.“

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Der Vorstoß von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer für eine von den Vereinten Nationen überwachten Sicherheitszone in Nord-Syrien war zuvor auf ein geteiltes Echo gestoßen.

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Nach den ersten 100 Tagen als Verteidigungsministerin stößt Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) auf ein geteiltes Echo. Sie habe „etwas für das Klima getan – durch den Versuch einer größeren Nähe zur Truppe“, sagte der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels (SPD) dieser Redaktion. Bartels lobte vor allem das vereinbarte kostenlose Bahnticket, „die Soldaten mögen sowas“.

Die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann sagte dieser Redaktion, „man muss ihr zu Gute halten, dass sie als Gleiche unter den Soldatinnen und Soldaten gut bei der Truppe ankommt. Sie ist nahbar und fleißig.“ Kritisch fügte sie hinzu, „auf internationaler Bühne schwimmt sie jedoch noch“. Das sei „ein großes Manko“. Als Beispiel nannte sie die „völlig undurchdachten Forderungen“ nach einer Schutzzone im Syrien-Konflikt.

Annegret Kramp-Karrenbauer trat Mitte Juli ihr Amt an

Der Grünen-Verteidigungspolitiker Tobias Lindner kritisierte, um Entschlossenheit zu demonstrieren, habe Kramp-Karrenbauer Teile der Koalition und des Bundestags mit ihrer Nicht-Informationspolitik in der Syrien-Politik „verprellt“. Die neue Ministerin wirke auf ihn allerdings in der Beschaffungspolitik „entscheidungsfreudiger“.

Während die kostenfreien Bahnfahrten sicherlich die Attraktivität erhöhten, drücke der Schuh bei der Bundeswehr eigentlich woanders: „Kramp-Karrenbauer hat ein Amt mit vielen offenen Baustellen übernommen, trotzdem gilt für sie in vielen Projekten erstmal „weiter so“.“ Kramp-Karrenbauer ist seit dem 17. Juli Verteidigungsministerin und an diesem Freitag 100 Tage im Amt. (mün/san)

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