Demo für die Legalisierung von Cannabis

Braunschweig  Die Hanffreunde Braunschweig machen sich stark für den Einsatz in der Medizin.

Die Hanffreunde Braunschweig ziehen über den Bohlweg, um für die Legalisierung von Cannabis zu demonstrieren. Vorn links: Benjamin Klein, Vorsitzender des Vereins.

Die Hanffreunde Braunschweig ziehen über den Bohlweg, um für die Legalisierung von Cannabis zu demonstrieren. Vorn links: Benjamin Klein, Vorsitzender des Vereins.

Foto: Philipp Ziebart/BestPixels.de

Rund 100 Menschen marschierten am Samstag mit, um für die Legalisierung von Cannabis einzutreten. Die Demonstration startete am Hagenmarkt und endete in einer Kundgebung im Theaterpark. „Manche Menschen haben unser Anliegen kopfschüttelnd kommentiert, andere haben uns aus Autos heraus bejubelt oder mit hochgestrecktem Daumen angezeigt, dass sie unsere Forderung befürworten“, erklärte Benjamin Klein, Vorsitzender der Hanffreunde Braunschweig.

Zum dritten Mal waren die Hanffreude am weltweiten Tag des „Global Marijuana March“ in Braunschweig auf die Straße gegangen. „Und der Zuspruch erschien mir größer als im Jahr zuvor“, so Klein.

Der Global Marijuana March findet weltweit in mehreren hundert Städten statt; in Deutschland sind etwa 30 Städte dabei. Der Deutsche Hanfverband unterstütze die Hanffreunde Braunschweig durch Vernetzung, Beratung und ein zentrales Sponsoring. „Wir setzen uns für ein Ende des unsinnigen und schädlichen Hanfverbots ein“, betont Vorsitzender Klein. Das Motto laute „Gesundheit statt Strafverfolgung.“

Klein: Polizeieinsätze wegen Cannabis könnten zu körperlichen und geistigen Schädigungen bei Betroffenen führen, staatlicher Jugendschutz werde mangels legaler Geschäfte nicht umgesetzt. Mit giftigen Stoffen gestrecktes Cannabis werde auf dem Schwarzmarkt verkauft und kranken Menschen der Zugang zu Cannabis als Medizin unnötig erschwert. Das müsse sich ändern.

Die Veranstalter nutzten die Gunst der Stunde, um Unterschriften für eine Petition zu sammeln. Darin werden die Verbesserungen in der Gesetzgebung zum Einsatz von Cannabis in der Medizin gewürdigt. Viele Partienten seien aber nach der gegenwärtigen Rechtslage trotz ärztlicher Befürwortung einer Therapie mit Cannabis bedauerlicherweise weiterhin von einer entsprechenden Behandlung ausgeschlossen.

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