Betriebsräte kritisieren Heimlichtuerei

Wolfsburg  Verhandlungen um den Zukunftspakt bei Volkswagen – Die MIG 18 fordert, dass die Belegschaft über Vereinbarungen abstimmt.

Das Hochhaus auf dem Werksgelände.

Das Hochhaus auf dem Werksgelände.

Foto: Volkswagen

Zum Thema „Zukunftspakt bei VW“ verschickte die Betriebsratsgruppe „MIG 18“ eine Pressemitteilung. Die Betriebsräte Dirk Schenker und Antonio Potalivo kritisieren darin, dass die Verhandlungen zwischen Management und Arbeitnehmervertretern hinter verschlossenen Türen stattfinden, gleichwohl immer wieder Maximalforderungen der Arbeitgeberseite und Kritik an der angeblich zu teueren Belegschaft nach draußen gelange,

Die durch die Together- Strategie 2025 bekannt gegebenen Ziele der Steigerung der Umsatzrendite von 6 Prozent auf 8 Prozent und der Kapitalrendite von 13,8 Prozent auf über 15 Prozent geht nicht ohne Veränderungen, räumt die MIG 18 ein. Aus ihrer Sicht müssten die notwendigen Veränderungen auf breiter Basis mit den Kollegen diskutiert werden. Beispiele wie CETA oder TTIP würden verdeutlichen, dass geheime Verhandlungen im Nachhinein nur schwer akzeptiert werden.

Betriebsrat Dirk Schenker erklärte, Diskussion und Abstimmungen an der Basis sei eine grundsätzliche Forderung der MIG 18 und müssten beim Zukunftspakt angewendet werden. „Hier geht es nicht um die Erhöhung der Preise in der Kantine, sondern um existenzielle Grundlagen für die nächsten zehn Jahre. Da braucht es auch Transparenz schon im Vorfeld. Es geht nicht, dass wir hier vor vollendete Tatsachen gestellt werden.“

Betriebsrat Antonino Potalivo ergänzte: „Nach eigenem Bekunden verfolgt Volkswagen mit der Together-Strategie 2025 das Ziel, den größten Veränderungsprozess in der Geschichte des Unternehmens zu vollziehen. Die Kolleginnen und Kollegen fragen sich natürlich, wo die Reise hingehen soll. Die Belegschaft von VW will einfach wissen, ob man vorne auf der Lok mitreist oder es nur für die Holzklasse reicht.“

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