Erb fordert Management auf: Nehmt die Mannschaft mit

Wolfsburg  Zukunftspakt – wie geht es weiter bei VW? Die Besorgnis der Belegschaft wächst. Der Wolfsburger IG Metall-Chef meldet sich zu Wort.

Hartwig Erb, der Erste Bevollmächtigte der IG Metall.

Hartwig Erb, der Erste Bevollmächtigte der IG Metall.

Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Den „Zukunftspakt“, um den derzeit bei VW zwischen Management und Betriebsrat gerungen wird, sollte man vielleicht umbenennen. Ein Blick ins WN-Archiv verrät: Erstmals vom Abschluss eines „Zukunftspakt“ wurde 2008 geschrieben beim Thema Karstadt-Rettung. Die Beschäftigten der Handelssparte des Mutterkonzerns Arcandor sicherten damals im Gegenzug für eine 3-jährige Jobgarantie zu, im gleichen Zeitraum auf zehn Prozent ihres Einkommens zu verzichten. Arcandor stellte letztendlich einen Insolvenzantrag, Karstadt wurde hin und herverkauft.

Zum Stand der Gespräche bei VW um den hiesigen Zukunftspakt dringt wenig nach draußen. Aber die Gerüchteküche brodelt, spätestens seit bekanntwurde, dass die Unternehmensleitung eine Ausgliederung von Teilen der Service Factory in die Autovision prüft (WN berichteten exklusiv). Die Mannschaft in allen Teilen des Werks ist in Aufruhr. Gestern meldet sich der Erste Bevollmächtigte der IG Metall, Hartwig Erb, in einer Pressemitteilung zu Wort. „Volkswagen befindet sich in einem Umbruchprozess. Das bleibt natürlich auch unseren Kolleginnen und Kollegen nicht verborgen.“

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