Urbanes Gebiet? Nicht mit dem Ortsrat Wendschott

Wendschott.  Die Lokalpolitik besteht auf der Umsetzung des Quartiers „Wendschotter Markt“ als Mischgebiet. Die Stadt Wolfsburg hat andere Pläne.

Halten an ihrer Vorstellung vom Bebauungsplan Wendschotter Markt fest (von links):  Klaus-Dietrich Kurtz, Siegfrid Leu und Norbert Batzdorfer.

Halten an ihrer Vorstellung vom Bebauungsplan Wendschotter Markt fest (von links): Klaus-Dietrich Kurtz, Siegfrid Leu und Norbert Batzdorfer.

Foto: Helge Landmann / regios24

Die Zusammenarbeit zwischen den Planern der Stadt Wolfsburg und den Ortsräten bereitet hier und da offenbar Probleme, zum Beispiel in Wendschott.

Dort entsteht derzeit das Quartier „Wendschotter Markt“ als Teil des Baugebietes „Wildzähnecke“. Eigentlich sollt das ein Ort der Begegnung werden, mit Wohnraum, Geschäften, Cafés, Restaurants und anderen Angeboten.

Doch eben dieser Charakter könnte nun gar nicht erst entstehen. Die Stadt möchte den Bebauungsplan für den Bereich anpassen und diesen zum „Urbanen Gebiet“ erklären. Genau das macht der Ortsrat in Wendschott nicht mit.

Immerhin: Man spricht miteinander. Am Mittwoch trafen sich nach Angaben der lokalen Politik Vertreter der Stadt mit den Mitgliedern des Ortsrates vor Ort. Standpunkte wurden demnach ausgetauscht, wie Klaus Kurtz, Ortsbürgermeister Siegfried Leu und Norbert Batzdorfer bei einem Lokaltermin mit unserer Zeitung am Donnerstag erklärten. Der Tenor des gesamten Ortsrates, betonten die drei Herren unisono, laute: Das Projekt Wendschotter Markt muss, wie geplant, als Mischgebiet umgesetzt werden. „Wir brauchen hier eine Infrastruktur, die dem schnellen Wachstum Wendschotts entspricht“, so Klaus Kurtz, und Ortsbürgermeister Siegfried Leu betont: „ Unter dieser Voraussetzung haben wir zugestimmt. Nun wollen wir, dass das Projekt so umgesetzt wird, wie man es uns vorgestellt hat. Das ist die einstimmige Meinung im Ortsrat.“

Das Problem ist die Begrifflichkeit: Bei einem urbanen Gebiet wird kein Nutzungsverhältnis festgelegt. Es soll sich entwickeln können. „Theoretisch könnte das Gebäude aufgestockt und auf Gewerbe vollständig verzichtet werden“, regt sich Klaus Kurtz auf.

Bei einem Mischgebiet, wie der Bereich Wendschotter Markt derzeit eingestuft ist, sei das klar geregelt. Ein Blick auf die Entwicklung Wendschotts untermauert die Forderung der Lokalpolitiker: „In den letzten 15 Jahren sind drei große Baugebiete entstanden, die Einwohnerzahl liegt inzwischen bei etwa 4000 Menschen“, so Norbert Batzdorfer.

Gerade das Baugebiet Wildzähnecke benötige ein Zentrum mit verschiedenen Angeboten.

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