Liebe Wolfsburger!

Die Klorolle auf der Hutablage

Die Lage in Zeiten von Corona wird ernster, mehr Achtsamkeit ist angesagt. Trotzdem drängen sich mir hier und heute ein paar (noch) nicht ganz so ernst gemeinte Fragen auf:

Bin ich skandalös verantwortungslos, weil ich es Mittwoch gewagt habe, gegen den Hamsterkauf-Trend nur ein Paket WC-Papier zu erwerben? Oder bin ich ab sofort unter Erklärungszwang an der Supermarktkasse, falls ich versuche, mehr als ein Paket davon zu kaufen? Sollte ich die Desinfektionslotion in meinem Auto lieber nicht mehr offen rumliegen lassen – damit sie nicht eine ähnliche Anziehungskraft auf Verzweiflungstäter ausübt wie ein prall gefülltes Portemonnaie? Und was ist mit der umhäkelten Klorolle auf der Hutablage – ist das nur noch ein Klischee, gibt es das Phänomen wirklich noch, gab es deswegen schon Auto-Aufbrüche? Sollte ich jetzt wegen der vielen Händewascherei meinen Wassergeld­-Anteil an der monatlichen LSW-Vorauszahlung raufsetzen lassen, damit’s mit der Jahresabrechnung keine böse Überraschung gibt?

Und – am allerwichtigsten: Welches­ koche ich morgen von den wunderbaren zehn Corona-Quarantäne-Rezepten, die die Satire-Postille­ „Postillon“ für alle Hamster-Käufer herausgegeben hat? Die Zutaten sind so naheliegend und lassen immer neue Variationen zu: Nudeln, Klopapier – und zum Abrunden Desinfektionsmittel! Beispielsweise Nudelauflauf mit Klopapiergratin. Das nenn ich mal die ganz einfache Küche, ohne Gedöns und Tamtam. Aber ein bisschen Tomatensauce darf’s für mich schon auch sein...

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