Treckertreffen

Sülfelder Treckertreffen: Fachsimpeln über Eicher, Bulldog und Co

| Lesedauer: 3 Minuten
Maik Volk (links) und Henning Ernst stehen an einem Eicher Wotan. 

Maik Volk (links) und Henning Ernst stehen an einem Eicher Wotan. 

Foto: LARS LANDMANN / regios24

Sülfeld.  Die Treckerfreunde Sülfeld richten das 7. Treckertreffen mit vielen Liebhabermodellen aus. Das gab es alles zu sehen

Mit dem Kauf des Eicher Wotan II 3014 hat sich Richard Volk einen Kindheitstraum erfüllt. „Mein Vater hat schon in seiner Jugend für diesen Schlepper mit 100 PS, der nach dem mächtigsten Germanengott benannt ist, geschwärmt“, weiß Sohn Maik Volk. Als das Vater-Sohn-Gespann das Schmuckstück bei einem Kleinanzeigenportal im Internet in Belgien entdeckte, war es um das Duo geschehen. „Wir haben den Trecker gesehen, uns verliebt und ihn gekauft“, berichtet der 17-Jährige.

Beim Treckertreffen in Sülfeld gibt es viele Schmuckstücke zu bewundern

Mit insgesamt drei Treckern, einem weiteren Eicher 500S und einem Eicher EM 300S, standen die Sülfelder, die einen landwirtschaftlichen Betrieb im Nebenerwerb betreiben, auf dem 7. Treckertreffen, das die Treckerfreunde Sülfeld und Umgebung auf dem Schützenplatz ausrichteten. „Ich habe schon als Sechsjähriger angefangen, zusammen mit meinem Vater an den Treckern rumzuschrauben. Beim Königstiger EM300, dem ersten Traktor der Raubtierserie mit Dreizylinder-Motor, haben wir aus zwei ganz heruntergekommenen Fahrzeugen eins gemacht“, blickt der begeisterte Mechaniker zurück. Die Trecker werden heute noch auf dem volkschen Hof eingesetzt, der Wotan beispielsweise fürs Heuwenden und zum Schwaden.

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Klaus Flohr hat einen Lanz Bulldog aus dem Jahr 1955

In den Ruhestand hat Klaus Flohr von den Oldtimerfreunden Osloß seinen Lanz Bulldog 16/16 aus dem Baujahr 1955 geschickt. „Der steht warm und trocken in unserer Scheune und bekommt ein bisschen Pflege, wird regelmäßig abgeschmiert und sonst nur für Ausfahrten rausgeholt“, erzählt der Gifhorner. Schattig standen zwar auch die beiden Hobby-Schmiede André Faust und Dennis Stiller, die seit Kindesbeinen befreundet sind, weil sie zusammen die Grundschule besucht haben. Aber an der 1000 Grad heißen mobilen Esse kamen der Fallersleber und der Calberlaher kräftig ins Schwitzen: Sie schwangen den schweren Schmiedehammer mit Schwung auf den Amboss, um das zuvor zum Glühen gebrachte Hufeisen zu formen.

Das gab es noch alles beim Treckertreffen in Sülfeld

Neben den etwa 80 „alten Schätzchen“ und den Hobby-Schmieden gab es noch Ponyreiten, bei der Freiwilligen Feuerwehr eine Spritzwand, Madita Hacke von der Jägerschaft Wolfsburg hatte das Infomobil geöffnet, Imker und Kunsthandwerker stellten ihr Hobby vor, und die Heimatpflegerinnen erinnerten mit einer Präsentation an die Eingemeindung. Besonders lang war die Warteschlange beim Treckerführerschein für Kids zwischen sechs und zwölf Jahren. Hier stand auch Thorge (9), der mit Opa Rolf Senger extra aus Rümmer angereist war.

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