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Luxuriöses Campen: Wolfsburgerin gründet Online-Shop „Wildnest“

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„Ich wollte es schön haben, so wie zu Hause eben auch“, berichtet Rebecca Andresen – sie gründete deshalb ein Start-up für Campingzubehör.

„Ich wollte es schön haben, so wie zu Hause eben auch“, berichtet Rebecca Andresen – sie gründete deshalb ein Start-up für Campingzubehör.

Foto: Privat

Wolfsburg.  „Glamping“ ist der neue Trend bei Abenteurern. Rebecca Andresen hat einen Online-Shop mit Camping-Zubehör der besonderen Art gegründet.

  • Mit Komfort in der Natur Urlaub machen: „Glamping“ ist der neue Trend bei Abenteurern. Das Kofferwort setzt sich aus „Glamourös“ und „Camping“ zusammen. Es verbindet die Vorzüge des Übernachtens in der Natur und den Komfort von Hotels.
  • Eine Wolfsburgerin hat sich mit ihrem Online-Shop „Wildnest“ auf den Verkauf von Camping-Zubehör der besonderen Art spezialisiert. Rund 400 Produkte bietet sie an.

Ehe es für ein paar Jahre beruflich nach Shanghai geht, machen die Andresens noch einmal Urlaub in Italien. Mit dem Camper versteht sich. Denn seit einer Tour durch Neuseeland macht die Familie auf diese Weise am liebsten Ferien. „Aus meiner Kindheit kenne ich das Campen nicht wirklich, meine Tante und mein Onkel hatten einen festen Campingplatz am Tankumsee, das ist aber auch das Einzige“, berichtet die gebürtige Wolfsburgerin Rebecca Andresen.

Heute ist sie 31 Jahre alt und besucht mit Mann Christoph und Sohn die Campingplätze auf der ganzen Welt – und sie hat sogar einen Online-Shop gegründet, in dem Interessierte Artikel rund um das Thema Camping kaufen können.

Wolfsburgerin Rebecca Andresen verkauft Camping-Ausstattung

Denn nach der ersten Reise durch Neuseeland und der Rückkehr nach Deutschland wollte die junge Familie das Heimatland noch besser kennenlernen – und war im Bayerischen Wald, in der Sächsischen Schweiz, im Harz und auch in Wolfsburg unterwegs. „Während dieser Reise habe ich mich gewundert, dass sich nichts verändert hatte an der Ausstattung, an dem Aussehen rund ums Camping. Alles war so altbacken“, sagt die 31-Jährige. Nein. So wollte sie das nicht.

„Ich wollte es schön haben, so wie zu Hause eben auch“, berichtet Andresen. Und so nutzte sie ihre Elternzeit, um das Projekt „Wildnest“ voranzutreiben. Mit wenigen Produkten startete sie, heute sind es rund 400 unterschiedliche Dinge – und das reicht vom Mülleimer über Geschirr und Tagesdecken bis hin zu Lampen.


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Die Nachfrage ist groß. Camping ist schließlich zu einem der Gewinner in Pandemie-Zeiten geworden: Die Menschen konnten reisen und für sich bleiben, alles ganz coronakonform. Und dabei mögen es viele eben nicht mehr nur schlicht: Trend in diesem Jahrtausend ist das Glamping – also eine Zusammensetzung aus den Wörtern Glamorous Camping, also glamouröses Campen.

Luxuriöses Camping: Mit Folien lassen sich die Tische aufhübschen

Das Lager für die Artikel befindet sich inzwischen übrigens in ihrer Heimatstadt Wolfsburg: Die Lebenshilfe verantwortet zudem den Versand. „In Sandkamp bin ich groß geworden. Ich finde die Idee schön“, freut sich die Unternehmerin, die selbst mit ihrer Familie im April schon wieder auf große Reise geht: Beruflich geht es wieder nach China, dieses Mal nach Shanghai. So kann sich Andresen allerdings schlecht selbst um den Versand kümmern.

„Viele Start-ups arbeiten mit Behindertenwerkstätten zusammen“, informiert Andresen, die am Ratsgymnasium ihr Abitur machte. Campen will die Familie aber natürlich auch weiterhin, berichtet die 31-Jährige, die einen Tipp für die schnelle Verschönerung eines Wohnwagens beziehungsweise Wohnmobils hat: So würden sich mit Folien die Tische aufhübschen lassen. „Den Tisch auszutauschen, ergibt keinen Sinn. Denn Holztische beispielsweise sind sehr schwer – und auf das Gesamtgewicht müssen Camper ja stets achten“, gibt Andresen zu bedenken. So würden sich Folien mit Holzoptik bestens eignen. „Das macht gleich einen riesigen Unterschied“, sagt die gebürtige Wolfsburgerin.

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