VW will sechs weitere Produktionstage streichen

Wolfsburg.  Die Folgen der Corona-Pandemie bleiben auch beim Wolfsburger Auto-Konzern spürbar - Home Office bei Volkswagen bis zum 28. Februar verlängert

Sechs weitere Produktionstage sollen bei Volkswagen in Wolfsburg gestrichen werden.

Sechs weitere Produktionstage sollen bei Volkswagen in Wolfsburg gestrichen werden.

Foto: Swen Pförtner/picture alliance

Volkswagen hat die internen Corona-Schutzbestimmungen nach Bekanntgabe der erweiterten und verschärften Lockdown-Regelungen der Bundesregierung und der Bundesländer angepasst. Auch die grundsätzliche Absicht, die Produktion im Stammwerk ab dem 18. Januar wieder komplett aufzunehmen, könnte nach Informationen unserer Zeitung beeinträchtig werden.

Weitere Ausfalltage in der Produktion

So möchte das Unternehmen wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kundennachfrage und die Versorgung mit wichtigen Teilen wie etwa Halbleitern weitere Produktionstage streichen. Kurzarbeit soll in der Fertigung 1 (Montaglinien 2 und 3) an den Freitagen, 22. und 29. Januar) sowie in der Fertigung 2 (Montagelinien 1 und 4) am Donnerstag, 14. Januar, und an den Freitagen 15.-, 22.- und 29. Januar beantragt werden. Darüber muss der Betriebsrat noch abstimmen.

Deutlich unter dem Niveau der Region

Grundsätzlich, so heißt es in einer Information der Belegschaft, hätten sich die Schutzmaßnahmen von VW als erfolgreich erwiesen. Die Zahl der Corona-Verdachtsfälle und tatsächlichen Erkrankungen liege „deutlich unter dem Niveau der umgebenden Regionen“. Der Autobauer hatte bereits im Frühjahr einen umfangreichen und detaillierten Plan mit Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln aufgestellt. Nun wurde an einige Stellen noch etwas nachjustiert.

Home Office bis zum 28. Februar

Bis zum 28. Februar können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun weiter von zu Hause aus arbeiten, wenn ihre Anwesenheit in den Hallen und Büros nicht zwingend erforderlich ist.

Wichtig: Volkswagen wird auch auf die längere Schließung von Schulen und Kitas reagieren. Die Bundesregierung hat bereits angekündigt, das so genannte Kinderkrankengeld in diesem Jahr um 10 zusätzliche Tage pro Elternteil (20 für Alleinerziehende) zu erhöhen. In den Genuss sollen auch Eltern kommen, deren Kinder pandemiebedingt nicht in ihre jeweiligen Einrichtungen gehen können. Sobald die detaillierten Voraussetzungen bekannt sind, wird das Unternehmen eine Lösung bekannt geben.

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