VW bereitet sich auf Impfungen an den Standorten vor

Wolfsburg.  Selbst Impfstoffe kaufen will Volkswagen aber nicht. Geimpfte und nicht geimpfte Mitarbeiter sollen gleich behandelt werden, sagt der Konzern.

Volkswagen hat über 100 Einzelmaßnahmen zum Schutz der Belegschaft erarbeitet. Das Tragen der Masken ist schon längst zur Routine geworden.

Volkswagen hat über 100 Einzelmaßnahmen zum Schutz der Belegschaft erarbeitet. Das Tragen der Masken ist schon längst zur Routine geworden.

Foto: Landmann / regios24

Eine unterschiedliche Behandlung von gegen Covid 19 geimpften und nicht geimpften Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wird es bei Volkswagen nicht geben. Das teilte das Unternehmen jetzt mit. Der Autobauer hatte bereits im Vorjahr deutlich gemacht, dass entsprechende freiwillige Impfungen auch an den jeweiligen Standorten der Marke erfolgen könnten.

VW wird für Impfung werben

In einer Mitteilung vom Donnerstag präzisierte das Unternehmen seine Pläne. Darin heißt es: „Volkswagen wird bei seinen Beschäftigten dafür werben, sich impfen zu lassen. Hierzu wird es eine breit angelegte Informationskampagne im Unternehmen geben. Volkswagen setzt auf die enge Kooperation mit Bund und Ländern und verzichtet daher darauf, selbst Impfstoffe zu kaufen, solange eine flächendeckende Versorgung für alle Menschen in Deutschland nicht gewährleistet ist. Denn: alle Bürgerinnen und Bürger haben den Wunsch, zu einem gesellschaftlichen Zusammenleben zurückzukehren, das keinen Beschränkungen unterliegt, und auf eine Stabilisierung der Wirtschaftsketten, um den Handel wieder in Schwung zu bringen und damit Wohlstand, Arbeitsplätze und Gesundheit für alle zu sichern. Deshalb halten wir Alleingänge nicht für den richtigen Weg. Die Pandemie werden wir nur solidarisch überwinden können.“

Gesundheitswesen von VW bereitet sich vor, auch Impfungen vorzunehmen

Seit Beginn der COVID-19-Pandemie setzt sich Volkswagen aktiv für den Gesundheitsschutz und Unterbrechung der Infektionsketten ein und unterstützt Bundes- und Landesregierung bei der Bewältigung der Pandemie - unter anderem gleich zu Beginn des Virus-Ausbruchs durch die Beschaffung von dringend benötigten Schutzartikeln (medizinischen Hilfsmaterialien) wie FFP-Masken für medizinisches Fachpersonal. Das Gesundheitswesen von Volkswagen bereitet sich generell darauf vor, auch Impfungen in Absprache mit den Behörden vornehmen zu können, so wie wir heute bereits eigene COVID-19-Tests durchführen und damit unter anderem lokalen Gesundheitsämtern bei ihrer wichtigen Aufgabe helfen.

Enger Austausch mit Landes- und Bundesregierung

Volkswagen steht nach eigenem Bekunden in der nun gestarteten Impfphase in engem Austausch mit Landes- und Bundesregierung und unterstützt alle Bemühungen, durch freiwillige Impfungen möglichst viele Menschen zu schützen. Vordringliches Ziel sei es im ersten Schritt, Risikogruppen und Menschen in sozialen und medizinischen Berufen zu erreichen. „Wenn Volkswagen für eine möglichst zügige Impfung vieler Menschen an seinen Standorten einen Beitrag leisten kann, indem das Unternehmen die Impfung seiner Beschäftigten entsprechend der Umsetzung der Deutschen Impfstrategie selbst übernimmt, dann wird das Unternehmen dies tun. In Deutschland basieren die Corona-Impfungen auf Freiwilligkeit. Diesem Grundsatz fühlen wir uns auch im Konzern verpflichtet. Eine unterschiedliche Behandlung von geimpften und nichtgeimpften Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern lehnen wir ab“, heißt es in der Mitteilung.

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