Klinikum Wolfsburg lockert Besuchsverbot an Heiligabend

Wolfsburg.  Besucher können zwischen 13 und 17 Uhr eine Stunde einen Angehörigen besuchen. Voraussetzungen sind eine Registrierung und Teilnahme am Schnelltest.

Das Besuchsverbot im Klinikum ist an Heiligabend unter Bedingungen aufgehoben.

Das Besuchsverbot im Klinikum ist an Heiligabend unter Bedingungen aufgehoben.

Foto: Michael Uhmeyer / regios24

Das wohl bekannteste Krankenhaus Deutschlands, die Charité Berlin, stellt zu Beginn dieser Woche auf Notbetrieb um. Planbare Eingriffe finden erst im kommenden Jahr statt. Alles konzentriert sich auf die Corona-Fälle und weitere Notfälle. Das Klinikum Wolfsburg sieht einen solchen Notbetrieb über die bevorstehenden Feiertage nicht vor, teilt Katharina Schloz, Assistenz der Klinikumsdirektion, auf WN-Anfrage mit.

Schlagzeilen machen die Wolfsburger trotzdem: Denn zu Weihnachten lockert das Klinikum das seit Ende Oktober bestehende generelle Besuchsverbot: An Heiligabend ist ein Besuch möglich, teilt das Krankenhaus zu Wochenbeginn mit. Nur in Ausnahmefällen ist ein Betreten des Klinikums zurzeit möglich - beispielsweise als Begleitperson im Kreißsaal.

Schnelltests liefern nach 20 Minuten ein Ergebnis

Allerdings ist diese Lockerung in Zeiten hoher Infektionszahlen mit einigem Aufwand verbunden: So werden die Angehörigen am Haupteingang auf Covid-19 getestet. Kostenlos, wie das Klinikum berichtet. Darüber hinaus ist eine elektronische Registrierung notwendig. Die ist auf der Seite des Krankenhauses zu finden und kann Heiligabend mitgebracht werden. Ebenso ein Muss: das Tragen einer Maske.

Natürlich stehe trotz der Lockerung des Besuchsverbots auch an den Festtagen der Schutz der Gesundheit aller Patientinnen und Patienten sowie Beschäftigten an oberster Stelle, betont der Ärztliche Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Matthias Menzel. Er erklärt das Prozedere am 24. Dezember: „Wir werden am Haupteingang die Besucher, sofern sie selber gesund sind und keine Isolationsauflagen aktuell haben, mit Antigen-Schnelltests auf eine Covid-19-Infektion testen. Diese liefern innerhalb von gut 20 Minuten ein Ergebnis.“

Mit Wartezeiten müssen die Besucher rechnen

Dabei kann es aufgrund der Einlasskontrollen und Hygieneregeln natürlich zu Wartezeiten kommen. Zwischen 13 und 17 Uhr können die Patienten also am 24. Dezember einen Angehörigen empfangen – für maximal eine Stunde. Letzter Einlass ist schließlich um 16 Uhr. Davon ausgenommen sind die Corona-Stationen und die Abklärungsstationen. Selbstredend ist das Betreten der Stationen nur mit einem negativen Testergebnis möglich.

„Trotz der immer noch hohen Infektionszahlen in Wolfsburg und der Region ist es uns wichtig, dass gerade am traditionellen Familienfest, dem Heiligen Abend, unsere Patientinnen und Patienten Besuch von einem engen Angehörigen bekommen können, um wenigstens ein bisschen an den Feierlichkeiten teilhaben zu dürfen“, erklärt Klinikumsdezernentin Monika Müller.

Mitarbeiter helfen freiwillig für diesen zusätzlichen Dienst

Ohne Unterstützung wäre die Lockerung am 24. Dezember übrigens nicht möglich, teilt Klinikumsdirektor Wilken Köster mit. „Für diesen zusätzlichen Dienst haben sich Mitarbeitende nach einem Aufruf freiwillig gemeldet. Wir bedanken uns ganz herzlich bei ihnen, nur so konnten wir unseren Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen dieses kleine Weihnachtsgeschenk machen.“

Um Wartezeiten zu verkürzen, bittet das Klinikum, dass Besucher von Patienten, die im H-Haus liegen, in der Zeit von 13 und 14 Uhr zu kommen. Besucher von Patienten des G-Hauses werden gebeten, von 14 bis 16 Uhr ihre Angehörigen zu besuchen.

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