1000 „Weihnachtstüten mit Herz“ für Wolfsburger Seniorenheime

Wolfsburg.  In der City-Galerie packen am Samstag viele Ehrenamtler die Gaben zusammen. Am Montag sollen die Geschenke zahlreichen Einrichtungen zugutekommen.

„Weihnachtstüten fürs Herz“ wurden in der City-Galerie gepackt. Verschiedene Netzwerkpartner beteiligen sich zum zweiten Mal in diesem Jahr an der Aktion für die gute Sache.

„Weihnachtstüten fürs Herz“ wurden in der City-Galerie gepackt. Verschiedene Netzwerkpartner beteiligen sich zum zweiten Mal in diesem Jahr an der Aktion für die gute Sache.

Foto: Anja Weber / regios24

Vom Fußballfeld in die Katakomben der City-Galerie. Das mit dem Kicken liegt bei Natascha Wiggers, der ehemaligen VfL-Spielerin, schon ein Weilchen zurück. In den Keller unter Wolfsburgs inner-städtischem Einkaufsmittelpunkt aber begab sich die heutige Werbetechnik-Unternehmerin am Samstag.

Zusammen mit Angehörigen des Regionsnetzwerks Firma 38 sowie dem Bundestagsabgeordneten Falko Mohrs und der Landtagsabgeordneten Immacolata Glosemeyer packte Wiggers Päckchen. Die Gaben, Mittelpunkt der karitativen Aktion „Weihnachtstüten fürs Herz“, werden am morgigen Montag in die Wolfsburger Altenheime gebracht.

Mohrs, Franz, Helm – viele bekannte Wolfsburger packen mit an

Wiggers trug bei ihrer Tätigkeit im weitläufigen Raum eine Maske und eine standesgemäße Santa-Claus-Mütze. „Wir werden etwa 1000 Weihnachtstüten verteilen", erläuterte der Manager der City-Galerie, Marvin Schaber, am Sonnabend. „Wir wollen die Erfolgsgeschichte unserer ersten Aktion im März fortschreiben.“ Dafür legte sich der „Chef“ selbst kräftig ins Zeug, „obwohl Pakete packen nicht unbedingt zu meiner Kernkompentenz zählt“. Auch der Extremsportler Joachim Franz vom Abenteuerhaus ist nicht gerade ein begeisterter Verpacker. „Aber für diesen guten Zweck mache ich hier selbstverständlich mit", sagte er und reihte sich ein in die Linie der ehrenamtlichen Arbeitskräfte.

Die Logistik hatte professionelles Format, die einzelnen Vorgänge waren personell aufgeteilt. Einige Helfer standen an Tischen. Sie sortierten portionsweise Müsli-Riegel, Schokokekse, Clementinen oder Lebkuchen. Die anderen, darunter Falko Mohrs („Ich bin heute Laufbursche"), Immacolata Glosemeyer und die designierte Neuland Co-Geschäftsführerin Irina Helm, gingen pausenlos von Tisch zu Tisch. Dort ließen sie die Tüten befüllen. Zum guten Schluss landeten die süßen Weihnachtsgrüße in Transportwagen. Auf denen waren die Empfänger vermerkt sowie die Zahl der Päckchen, die dort abzuliefern sind.

2500 Euro für das Kinderhaus Kutzner in Weyhausen und Bokensdorf

Zum Beispiel dürfen sich die Bewohner im Emmausheim, im Altenheim St. Marien oder im Seniorenstift Hasselbachtal auf die kleinen Präsente freuen. Angesichts des Hand-in-Hand-Arbeitens, fast wie im Fließbandtakt, scherzte Marvin Schaber mit Blick aufs Planungsteam und dessen prozesseffektive Organisation: „Wir müssen uns die so genannte Line bei Volkswagen nicht abgucken. Das können wir auch.“ Die Vorbereitungen waren kurzfristig über die Bühne gegangen. Von der Idee bis zur Umsetzung am Sonnabend vergingen gerade einmal 14 Tage.

Neben den Weihnachtspäckchen für die Älteren haben die Organisatoren auch die Jüngeren im Blick. „2500 Euro werden an das Kinderhaus Kutzner in Weyhausen und Bokensdorf gehen“, hieß es am Rande der „Verpackungsparade“ mit weihnachtlicher Musikuntermalung in den Galerie-Katakomben. Von dem Geld sollen spezielle Therapiedecken und Matten angeschafft werden.

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