Congress-Park wird Corona-Impfzentrum in Wolfsburg

Wolfsburg.  Die Stadt arbeitet derzeit am Konzept. Bis zum 15. Dezember muss das Impfzentrum einsatzbereit sein.

Im Congress-Park könnten schon bald die ersten Wolfsburger gegen das Coronavirus geimpft werden.

Im Congress-Park könnten schon bald die ersten Wolfsburger gegen das Coronavirus geimpft werden.

Foto: Helge Landmann / regios24 (Archiv)

Bis zu 60 Impfzentren sollen in Niedersachsen entstehen. Die ersten Impfungen gegen das Coronavirus erfolgen voraussichtlich noch im Dezember, spätestens ab Januar. In Wolfsburg wird für diese Mammutaufgabe der Congress-Park vorbereitet.

Die Stadt hat die Arbeitsgruppe „Impfzentrum“ eingerichtet. Diese erstellt unter Leitung der Abteilung Katastrophenschutz der Berufsfeuerwehr und Andreas Bauer, Dezernent für Bürgerdienste, Finanzen sowie Brand- und Katastrophenschutz, das Konzept zur Umsetzung des Impfzentrums. „Die Planung der Arbeitsgruppe sieht vor, das Impfzentrum im Congress-Park einzurichten. Dies muss jedoch noch mit dem niedersächsischen Innenministerium final abgestimmt werden“, teilte Stadtpressereferentin Elke Wichmann auf Anfrage mit. Gemäß der Vorgaben müssten die Impfzentren ab dem 15. Dezember einsatzbereit sein.

Personalbedarf wird derzeit geprüft

Derzeit werde noch geprüft, so Wichmann, wie hoch der Personalbedarf für das Impfzentrum ist. Dies hänge maßgeblich vom Konzept und Standort des Impfzentrums ab. Das Klinikum Wolfsburg wird hingegen kein Impfzentrum, das stellte Gesundheitsdezernentin Monika Müller klar. Das Klinikum wird aber wohl seinen eigenen Beschäftigten impfen, sofern sie sich impfen lassen möchten. Denn eine Impfpflicht, das hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) immer wieder betont, werde es nicht geben.

In unserer Region entstehen Impfzentren außer in Wolfsburg noch in den Städten Braunschweig und Salzgitter sowie in den Landkreisen Gifhorn, Peine, Helmstedt, Wolfenbüttel und Goslar. Die Kommunen entscheiden selbst, wo diese errichtet werden. Wichtig bei der Auswahl der passenden Impfzentren ist eine gute Erreichbarkeit mit einer günstigen Zu- und Abfahrt, Parkmöglichkeiten, Toilettenanlagen, eine stabile Internetverbindung und verschiedene Räume für Wartende, Beratungsgespräche und die eigentliche Impfung.

Der Congress-Park scheint diese Voraussetzungen erfüllen zu können. Derzeit finden im Spiegelsaal des Veranstaltungszentrums allerdings fast täglich Ausschusssitzungen statt. Ob die Mitglieder sich weiterhin im Congress-Park treffen können oder alle Räumlichkeiten für die Nutzung als Impfzentrum vorgehalten werden müssen, ist noch nicht bekannt.

Freiwillige Helfer benötigt

Klar ist, dass für den Betrieb zahlreiche freiwillige Helfer benötigt werden. Die niedergelassenen Ärzte werden diese Aufgabe nicht zusätzlich übernehmen können. Wo das Personal für Wolfsburg herkommt, darüber gab die Stadt noch keine Auskunft. Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, hatte erklärt, dass derzeit hunderte Ärzte, Krankenpfleger und Notfallsanitäter rekrutiert würden.

Das Land rechnet gegen Ende des Monats mit eine Lieferung von 200.000 Impfdosen. Damit können zunächst 100.000 Menschen geimpft werden, denn gegen das Coronavirus sind zwei Impfungen notwendig. Geimpft werden sollen zunächst Risikogruppen, also ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen. Anschließend Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten.

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