Bald folgt der Wolfsburger Brückenschlag in Beton

Wolfsburg.  Per provisorischer Holzkonstruktion über der Braunschweiger Straße sind Detmerode und Westhagen nach fünf Jahren schon fast wieder verbunden.

In den Nächten der vergangenen Woche ist während der Vollsperrungen der Bau der Holzkonstruktion vorangekommen.

In den Nächten der vergangenen Woche ist während der Vollsperrungen der Bau der Holzkonstruktion vorangekommen.

Foto: LARS LANDMANN / Stadt Wolfsburg

Nur noch ein kleines Stück fehlt jetzt zum neuen Brückenschlag über die Braunschweiger Straße. Allerdings ist das, was dann Detmerode und Westhagen gut fünf Jahre nach dem spektakulär-plötzlichen Abriss der wichtigen Überführung endlich wieder verbindet, erst einmal nur die Holztragkonstruktion. Die noch mit großen Mengen Beton ausgegossen werden muss. Aber es ist nicht mehr zu übersehen: Es geht voran auf der wichtigen Brückenbaustelle.

Planmäßig abschließen konnten die Bauarbeiter am 26. November die nächtlichen Spezialarbeiten, wozu in der vergangenen Woche mehrere Abende und Nächte in Folge eine Vollsperrung der Braunschweiger Straße mit größeren Umleitungen erforderlich war: Die Sperrzeiten wurden nach Angaben von Elke Wichmann von der Stadt-Pressestelle nämlich benötigt, um ein vorgefertigtes Traggerüst über die Braunschweiger Straße einzuhängen.

Brückenbauarbeiten zu nachtschlafender Zeit

Bei den Arbeiten zu nachtschlafender Zeit hatte es wie berichtet eine Panne gegeben, die aber

glücklicherweise keine größeren Probleme zur Folge hatte: In der ersten Nacht stand auch die Sanierung eines Ablaufs im Zuge der provisorischen Verkehrsführung auf dem Plan, die Vollsperrung sollte dafür mitgenutzt werden. „Diese Sanierung wurde mit schnell härtendem Beton ausgeführt. Vermutlich aufgrund der Temperaturen hat der Beton allerdings nicht abgebunden, so dass der morgendliche Verkehr zum erneuten Bruch geführt hat“, erläuterte die Pressereferentin.

Aus Sicherheitsgründen wurde daher dieser Fahrstreifen gesperrt, so dass morgens nur ein Fahrstreifen stadteinwärts zur Verfügung stand. Da die Sanierung des Gullys aber umgehend neu – und dann mit Asphalt statt Schnellbeton – gemacht wurde, standen auf der wichtigen Ein- und Ausfallstraße ab Mittag wieder zwei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung.

Arbeiten liegen laut Stadt voll im Zeitplan

„Die Schalung ist weitgehend abgeschlossen“, berichtete Wichmann zum aktuellen Baufortschritt. Am

Mittelpfeiler seien für die Schalung des Überbaus noch Restarbeiten notwendig. Dann folge die Betonage der aufragenden Teile am westlichen Brücken-Widerlager – also an dem Betonklotz, der die eigentliche Überführung mit dem Erddamm verbindet – sowie am Pfeiler.

„Die Arbeiten liegen voll im Zeitplan“, versicherte die Pressereferentin. Wenn es also weiter reibungslos läuft, wird der wichtige Brückenschlag zwischen den beiden Stadtteilen im Herbst 2021 komplett sein. Dann werden seit dem unausweichlichen nächtlichen Abriss der Überführung im Oktober 2015 sechs Jahre vergangen sein. Damals hatte die Stadtverwaltung mit der Brücke kurzen Prozess gemacht: Wegen akuter Einsturzgefahr war das alte Spannbeton-Bauwerk kurzerhand gesperrt und abgerissen worden.

Die neue Überführung in Zahlen

Die Brücke über die Braunschweiger Straße wird seit August bis voraussichtlich Herbst 2021 erneuert. Die Baukosten betragen insgesamt knapp 3 Millionen Euro. Das Land fördert die Baumaßnahme mit etwa 60 Prozent. Anstelle der früheren Fußgängerbrücke entsteht eine gemeinsame Fuß- und Radverkehrsbrücke mit einer Breite von 4 Metern. Entsprechend werden die Rampen auf Detmeroder und Westhagener Seite an die neuen Maße und die neue Nutzung angepasst.

Das Bauprojekt umfasst auch die Grunderneuerung der Radwege entlang der Braunschweiger Straße auf insgesamt zirka 1100 Metern, südlich in Richtung Kurt-Schumacher-Ring und nördlich in Richtung Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule. Auch die Straßenbeleuchtung für Radler wird angepasst.

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