Stadt Wolfsburg investiert 14,5 Millionen Euro in Sportstätten

Wolfsburg.  Aufgrund der Corona-Krise wurden einige Bauvorhaben verschoben. Die Wendschotter müssen weiter auf eine neue Sporthalle warten.

Die Generalsanierung der Mehrzweckhalle Sülfeld hat 3,1 Millionen Euro gekostet. In den nächsten vier Jahren will die Stadt rund 14,5 Millionen Euro  für Sanierung und Neubauten von Sportstätten ausgeben.

Die Generalsanierung der Mehrzweckhalle Sülfeld hat 3,1 Millionen Euro gekostet. In den nächsten vier Jahren will die Stadt rund 14,5 Millionen Euro für Sanierung und Neubauten von Sportstätten ausgeben.

Foto: Darius Simka / regios24 (Archiv)

Rund 13 Millionen Euro hat die Stadt Wolfsburg seit 2018 für die Sanierung oder den Neubau von Sporthallen und Funktionsgebäuden ausgegeben. Bis 2024 sollen weitere 14,5 Millionen Euro in Unterhaltungs- und Baumaßnahmen fließen. „Wir können mit dem Erreichten zufrieden sein und sind auf einem guten Weg“, sagt Monika Müller.

Ampel steht bei 45 Objekten auf grün

Die Sportdezernentin und Sport-Geschäftsbereichsleiter Reiner Brill stellten im Sportausschuss den aktuellen Ampelbericht für die 74 städtischen Sportstätten vor. Demnach sind 45 Objekte (61 %) in einem mindestens guten bis befriedigenden Zustand, bei 19 Objekten (26 %) besteht mittelfristig Handlungsbedarf und bei 10 Objekten (13 %) umfassender Sanierungsbedarf. Für fünf dieser auf „Rot“ stehenden Sportstätten wurden immerhin schon Objektbeschlüsse gefasst.

Mehrere Bauvorhaben um ein Jahr verschoben

Aufgrund der Corona-Pandemie und der zu erwartenden Einbrüche bei den städtischen Einnahmen mussten einige bereits beschlossene Neubau- und Sanierungsmaßnahmen in das nächste Jahr verschoben werden, erläuterte Brill. Dazu zählen der Neubau der Mehrzweckhalle Reislingen (4,7 Millionen Euro), die Sanierung der Sporthalle A am Heinrich-Nordhoff-Gymnasium (2,5 Millionen Euro) und die Generalsanierung der Sport- und Gymnastikhalle in Detmerode (3,8 Millionen Euro). Auch die Dachsanierungen der Sporthalle der Käferschule in Reislingen (275.000 Euro) und der Sporthalle der Laagbergschule (291.000) starten erst in 2021. „Wir sind in diesem Jahr leider nicht weitergekommen“, sagte Sportausschussvorsitzender Werner Reimer (CDU).

Wendschotter warten weiter auf Sporthalle

Noch deutlich länger warten müssen die Wendschotter auf den ersehnten Neubau von Sporthalle und Funktionsgebäude. Eine Fertigstellung nimmt die Verwaltung erst für 2024 ins Visier. Sehr zum Unwillen eines Wendschotters. Der Vater zweier Kinder verdeutlichte in der Einwohnerfragestunde, dass es für Kinder in Wendschott keine Möglichkeit gebe, sich in einer Halle sportlich zu betätigen. Die vor drei Jahren eingeplanten Mittel von drei Millionen Euro für die Sporthalle in Wendschott werden für den Bau nicht ausreichen, betonte Brill. Der Sport-Geschäftsbereichsleiter machte noch einmal deutlich, dass die Verwaltung maximal drei bis vier Objekte pro Jahr umfassend sanieren könne.

Seit 2018 hat die Verwaltung rund 13 Millionen Euro investiert. Der Großteil floss in den Neubau der Zweifeld- und Gymnastikhalle am Ratsgymnasium (7 Millionen Euro), die Generalsanierung der Mehrzweckhalle Sülfeld (3,1 Millionen Euro) und das neue Funktionsgebäude in Barnstorf (1,7 Millionen Euro). Einstimmig wurde dem SPD-Antrag zugestimmt, die Planungsmittel für den Neubau der zwei Sporthallen am Fallersleber Windmühlenberg wie geplant bereitzustellen. Ingolf Viereck (SPD) sagte, die Verwaltung solle Einsparungspotentiale und eine kostengünstigere Bauweise (Systembauten) prüfen.

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