VW erwägt auch im neuen Jahr Kurzarbeit

Wolfsburg.  Produktionsplanung wird in Coronazeiten zum Glücksspiel. Weitere Kurzarbeit ist nicht ausgeschlossen. VW bereitet sich vor.

Bei Volkswagen ist weiter Geduld gefragt. Von einer nachhaltigen Verbesserung der Lage kann derzeit noch nicht die Rede sein.

Bei Volkswagen ist weiter Geduld gefragt. Von einer nachhaltigen Verbesserung der Lage kann derzeit noch nicht die Rede sein.

Foto: Julian Stratenschulte/Picture alliance

Unverkennbar: Volkswagen navigiert angesichts unsicherer Coronazeiten weiter „auf Sicht“. Dass voraussichtlich die restlichen Extraschichten im November ausfallen, deutet daraufhin, dass im Dezember mit einem eher geringeren Arbeitsaufkommen zu rechnen ist. Als Grund für die Absagen ist übrigens immer öfter die Rede davon, dass Teile fehlen. Die Fahrweise für den letzten Monat des Jahres ist bislang noch nicht beschlossen worden. Wie berichtet, deutet sich ein früherer Beginn der Weihnachtsferien um den 18. Dezember herum an. Doch das Unternehmen bereitet weitere Maßnahmen vor.

Möglicher Korridor: Dezember 2020 bis Ende Juni 2021

Es wird momentan darüber diskutiert, auf das Instrument der Kurzarbeit bis weit ins nächste Jahr hinein zurückzugreifen. Es handelt sich um eine Option, die aber zunächst durch Rückmeldungen aus den einzelnen Bereichen untermauert werden müsste. Möglicher Korridor ist der Zeitraum vom 1. Dezember 2020 bis Ende Juni 2021. Ob und in welchem Umfang es tatsächlich zur Kurzarbeit kommt, ist noch unklar.

Absatzlage weiter instabil

Die Absatzlage war zuletzt sehr instabil. Alle Wolfsburger Modelle liegen zum Teil deutlich unter den Vorjahresabsätzen. Mit der Komplettierung der großen Golf-Modellfamilie hat das Stammwerk nun zumindest ein breites Angebot für die Kunden und Kundinnen. Es fehlt einzig ein reines Elektroauto.

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