Ortspolitiker begrüßen Wolfsburgs ersten Radschnellweg

Wolfsburg.  Vom Land gibt’s Millionen für einen Radschnellweg in Wolfsburg? Da sagt der Ortsrat Stadtmitte nicht Nein und stimmt auch der Route zu.

Ein kleines Stück des Radschnellweges zwischen Hehlingen und der Wolfsburger Innenstadt gibt es schon.

Ein kleines Stück des Radschnellweges zwischen Hehlingen und der Wolfsburger Innenstadt gibt es schon.

Foto: Darius Simka / regios24 (Archiv)

Der Ortsrat Stadtmitte befürwortet den Bau eines Radschnellweges, der an den großen neuen Wohngebieten Sonnenkamp und Steimker Gärten vorbei ins Wolfsburger Stadtzentrum führen soll.

Der Ortsrat ist damit einverstanden, wenn die bis zu vier Meter breite Trasse an der Nordsteimker Straße entlang und nördlich um den Schillerteich herum führt. Der Berliner Ring wird wahrscheinlich untertunnelt. Bei Hehlingen ist ein Tunnel oder eine Brücke geplant. Auf jeden Fall soll die Radautobahn kreuzungsfrei verlaufen, damit die Radler schnell vorankommen. Aus demselben Grund ist beabsichtigt, den Schnellweg am Schillerteich vom Fußweg zu trennen.

SPD will, dass es mit der Alternativen Grünen Route schneller vorangeht

Wie berichtet, hat das Land zugesagt, Dreiviertel der Kosten des Radwegsbaus zu tragen : 7,5 Millionen Euro. Für die Kommune wird damit auch der Bau der streckenweise gleich verlaufenden Alternativen Grünen Route (AGR) günstiger. Gefördert wird zwar nur die Radtrasse, doch für die Busspuren versucht die Stadt Wolfsburg, weitere Fördermittel an Land zu ziehen.

Dem SPD-Vorsitzenden im Ortsrat dauert die Planung der AGR zu lange. „Es ist dringend nötig, etwas schneller voranzukommen“, findet Erich Schubert. Er sieht schon kommen, dass die Bewohner der Steimker Gärten ihren zweiten und dritten Pkw angeschafft haben, bis Alternativen zum Auto zur Verfügung stehen. Straßenbau-Geschäftsbereichsleiter Oliver Iversen stellte für 2021 einen Spatenstich für die Verbindung zwischen den Steimker Gärten und der Reislinger Straße in Aussicht.

Hehlinger Ortsrat freut sich über Radtrasse. Eine kritische Stimme bei Breite und Beleuchtung

Eine Gegenstimme gab es in Hehlingen zur Radschnelltrasse. Axel Schmalkuche, PUG, bemängelte, dass der Weg zu breit sei und die durchgehende Beleuchtung den Insekten den Garaus mache, die es ja eigentlich zu schützen gelte. Der Radweg soll nur in Höhe Moor zwischen Nordsteimke und Hehlingen etwas schmaler werden, Naturschutzgründe verhindern dort die Durchschnittsbreite von vier Metern. Nicht zuletzt für Räder mit Kinderanhängern oder Lastenfahrräder sei die geplante Breite aus Sicherheitsgründen wichtig, so die Planer. Dies gilt ebenso für eine durchgehende Beleuchtung an der Strecke.

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