Osterloh: Deutlich mehr Geld für VW-Belegschaften

Wolfsburg/Hannover.  Die Zeiten sind schwierig und turbulent. Dennoch gibt es klare Forderungen für die nächste Tarifrunde bei Volkswagen.

Bernd Osterloh erwartet im nächsten Jahr harte Tarifverhandlungen.

Bernd Osterloh erwartet im nächsten Jahr harte Tarifverhandlungen.

Foto: Peter Sierigk

Die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt als Verhandlungsführerin wird mit einer deutlichen Entgeltforderungen in die Tarifverhandlungen für die rund 130.000 Beschäftigten von Volkswagen und deren Tochtergesellschaften gehen. Auch Volkswagen-Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh ist der Meinung, dass die VW-Beschäftigten im nächsten Jahr einen ordentlichen Schluck aus der Pulle verdient haben, wie auf der Homepage des IG-Metall-Bezirks nachzulesen ist.

Letzte Erhöhung im Mai 2018

„Wir stehen vor einer herausfordernden Tarifrunde, wie man in der Metallindustrie sieht. Die Coronakrise hat auch bei VW tiefe Spuren hinterlassen. Gleichzeitig ist aber richtig,dass die Entgelte der Kolleginnen und Kollegen zuletzt im Mai 2018 erhöht worden sind – also vor zweieinhalb Jahren. Seitdem hat die Inflation mehr als drei Prozent unserer Löhne und Gehälter aufgefressen, und mit dem Ende der Mehrwertsteuersenkung wird noch mehr weg sein. Darum ist völlig klar, dass wir als IG Metall mit einer Forderung auf spürbare Entgelterhöhungen in die Verhandlungen gehen werden“, wird Osterloh dort zitiert.

Die Belegschaft muss bereit sein zu kämpfen

Es gibt allerdings noch einige andere Punkte, die aus Sicht von Volkswagen wichtig sind. Dazu sagt Osterloh: „Als weitere Schwerpunkte sehe ich die Sicherung der 1.400 Ausbildungsplätze, sowie Verbesserungen beim Thema Wandlung freie Tage aus dem T-ZUV (das ist die tarifliche Zusatzvergütung, Anmerkung der Redaktion). Wir werden unsere berechtigten Forderungen aber nur durchsetzen können, wenn die Belegschaft auch dafür zu kämpfen bereit ist.“ Aus VW-Sicht ist auch interessant, ob IG Metall und Unternehmen sich auf eine Neugestaltung der Leistungsorientierten Vergütung (LOV) einigen werden. Die separat geführten Verhandlungen sind bislang nicht zum Abschluss gekommen, was eigentlich bis Ende Oktober passieren sollte. Da der Leistungsaspekt bei den Managern entfallen ist, sollte auch die LOV-Regelung entsprechend angepasst werden.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (1)