Heiligendorfer Feuerwehr muss in neun Tagen 20-mal ausrücken

Heiligendorf.  Auch im Corona-Lockdown hat die Feuerwehr Heiligendorf viel Arbeit. Die Ausbildung geht weiter. Jugend- und Kinderfeuerwehr treffen sich wieder.

Bei einem Zusammenstoß eines Touareg mit einem Skoda auf der L 294 zwischen Neindorf und Heiligendorf war die Heiligendorfer Feuerwehr im Einsatz.

Bei einem Zusammenstoß eines Touareg mit einem Skoda auf der L 294 zwischen Neindorf und Heiligendorf war die Heiligendorfer Feuerwehr im Einsatz.

Foto: Feuerwehr Heiligendorf

Ungewöhnlich viel zu tun hatte die Feuerwehr Heiligendorf in der Corona-Pause. In der ersten Kommandositzung der Heiligendorfer Führungskräfte berichtete Zugführer Sebastian Gradtke, dass es innerhalb von neun Tagen fast so viele Einsätze gegeben habe wie insgesamt im vergangenen Jahr. 20-mal wurden die ehrenamtlichen Helfer an unterschiedlichen Orten vielfältig gefordert.

Feuerwehr Heiligendorf leistet 17 Einsätze wegen Starkregens

Neben 17 Einsätzen beim Starkregen seien aus Heiligendorf die Kräfte aus Barnstorf, Hattorf, Heiligendorf und Neindorf koordiniert worden. Insgesamt 50 Notrufe seien durch die Abschnittsführungsstelle Süd im Feuerwehrhaus im ganzen Stadtgebiet abgearbeitet und so die Leitstelle in der Dieselstraße entlastet worden.

Die coronabedingte Ausbildungspause habe sich indes nicht auf die Qualität der Hilfe ausgewirkt, wie es in der Mitteilung der Feuerwehr heißt – schon gar nicht auf die Geschwindigkeit: Bei einem Einsatz an einem Freitagnachmittag bei einem Verkehrsunfall zwischen Heiligendorf und Neindorf seien die Feuerwehrleute nach drei Minuten an der Einsatzstelle gewesen. Innerhalb dieser Zeit gehe der Pieper, die Ehrenamtlichen eilten zum Feuerwehrhaus, zögen sich um. Immerhin sei – anders als zunächst angenommen – niemand beim Zusammenstoß zweier Autos eingeklemmt worden.

Corona kann der Qualität der Hilfe nichts anhaben

Zimmerbrände seien übliche Ausbildungsschwerpunkte im Leben der Feuerwehrleute. So regelmäßig müsse das Erlernte jedoch nicht abgerufen werden. Im Juni jedoch wurden gleich zwei Zimmerbrände schnell gelöscht. Rauchmelder und aufmerksame Nachbarn verhinderten beide Male Schlimmeres. Zuletzt hatte es 2017 in Heiligendorf gebrannt. Mitglieder des Fördervereins oder verschenken Rauchmelder und Hinweissticker an Neugeborene, zum Beispiel im Neubaugebiet.

Nachwuchs wartet sehnsüchtig auf Wiederaufnahme der Ausbildung

Geworben wird bei der Feuerwehr nicht nur um finanziell fördernde Mitglieder, sondern auch um Nachwuchs, der mit anpacken kann. Dieser stehe in den Startlöchern und warte sehnsüchtig auf die Wiederaufnahme der Ausbildung auf Ortsebene, aber auch auf Lehrgänge bei der Stadt sowie der niedersächsischen Akademie für Brandschutz. Jugendfeuerwehr und Kinderfeuerwehr seien bereits in Kleingruppen wieder gestartet um die Handgriffe, genau wie die „großen“ Feuerwehrleute zu erlernen und zu festigen. Die Ausbildung finde in den coronabedingten Kleingruppen wieder dienstags statt, um den Brand- und Katastrophenschutz in Heiligendorf und Wolfsburg zu gewährleisten.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder