Als die Wolfsburgerin Hildegard Falck Gold holte

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Autokorso mit der Olympiasiegerin im 800-Meter-Lauf, Hildegard Falck, und dem Silbermedaillen-Gewinner im Judo, Klaus Glahn, im Wagen dahinter nach der Rückkehr von den Olympischen Sommerspielen in München durch die Wolfsburger Innenstadt, 16. September 1972.

Autokorso mit der Olympiasiegerin im 800-Meter-Lauf, Hildegard Falck, und dem Silbermedaillen-Gewinner im Judo, Klaus Glahn, im Wagen dahinter nach der Rückkehr von den Olympischen Sommerspielen in München durch die Wolfsburger Innenstadt, 16. September 1972.

Foto: Fritz Rust/Fotosammlung IZS

Wolfsburg.  Die Sportlerin gewann 1972 Gold im 800-Meter-Lauf. Nach der Rückkehr nach Wolfsburg wurde den Athleten ein begeisterter Empfang bereitet.

Über Jahrzehnte wurde die Stadt Wolfsburg – und wird es noch heute – ihrem Ruf als „Stadt des Sports“ gerecht. Reihenweise Spitzensportler feierten auf nationaler wie internationaler Ebene Erfolge. Die Wolfsburger Farben vertraten bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München die Leichtathleten Hildegard Falck (Mittelstrecken-Läuferin), Horst Beyer (Zehnkämpfer), Heinz Mayr (Geher), der Judoka Klaus Glahn und der Schwimmer Hans-Joachim Geisler, wie aus einer Mitteilung der Stadt hervorgeht.

Tragödie mit vielen Opfern

Das sportliche Großereignis wurde jedoch durch ein Attentat palästinensischer Terroristen am 5. September 1972 auf israelische Sportler im Olympischen Dorf überschattet, das in einer Tragödie mit vielen Opfern endete. Kurzzeitig wurden die Spiele unterbrochen, dann allerdings entschied IOC-Präsident Avery Brundage mit dem Olympischen Gremium, die Spiele fortzusetzen.

Knapper Vorsprung von 0,1 Sekunden auf die Zweitplatzierte

Überstrahlt wurden alle Ergebnisse Wolfsburger Sportler bei den Olympischen Spielen durch den Gewinn der Goldmedaille im 800-Meter-Lauf von Hildegard Falck mit dem äußerst knappen Vorsprung von 0,1 Sekunden auf die Zweitplatzierte Niele Sabaite aus der Sowjetunion. Mit ihrer Zeit von 1:58,6 stellte Falck, die sich fortan Olympionikin nennen durfte, auch einen neuen olympischen Rekord auf.

Judoka Klaus Glahn gewann die Silbermedaille

Judoka Klaus Glahn erreichte in München das Finale der Schwergewichtsklasse. In einem packenden Kampf unterlag er schließlich dem Niederländer Willem Ruska und gewann damit die Silbermedaille. In ihren Disziplinen erreichten auch Heinz Mayr und der erst 17-jährige Hans-Joachim Geisler vordere Plätze in der Weltelite. Aufgrund einer Verletzung konnte Zehnkämpfer Horst Beyer keine Platzierung erzielen.

Autokorso durch Wolfsburg – tausende von Zuschauern

Nach der Rückkehr nach Wolfsburg wurde den erfolgreichen Athleten ein begeisterter Empfang bereitet. Mit einem Autokorso, voran im ersten Fahrzeug Hildegard Falck, im zweiten Wagen Klaus Glahn, danach die anderen Olympiateilnehmer, fuhren die Sportler durch die Innenstadt zum Rathaus. Dort säumten tausende von Zuschauern die Straßen und bevölkerten den Rathausplatz. Die Begrüßungsrede von Oberbürgermeister Dr. Volkmar Köhler wurde immer wieder durch den frenetischen Jubel der versammelten Menschenmenge unterbrochen. Die Goldene Stadtplakette erhielten Hildegard Falck und Klaus Glahn, die Silberne Stadtplakette bekam Horst Beyer; Heinz Mayr und Hans-Joachim Geisler wurden mit der Bronzenen Stadtplakette ausgezeichnet.

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