Planetarium: 123.000 Euro Umsatzeinbußen durch Corona

Wolfsburg.  Demgegenüber seien aber auch die Ausgaben geringer gewesen. Am 3. Juli wird wieder geöffnet.

Am Freitag, 3. Juli, öffnet das Planetarium wieder nach seiner Schließzeit.

Am Freitag, 3. Juli, öffnet das Planetarium wieder nach seiner Schließzeit.

Foto: Helge Landmann / regios24

Die Coronakrise hat die Kulturbetriebe in Wolfsburg hart getroffen. Neben dem Congresspark und dem Hallenbad, die beide von Umsatzeinbußen um die 250.000 Euro betroffen sind und dem Theater, dessen Verluste mehr als doppelt so hoch sind, hat auch das Planetarium finanziellen Schaden davongetragen. Wie die Stadt auf Anfrage mitteilt, hätten in der ersten Jahreshälfte laut Wirtschaftsplan 204.900 Euro erwirtschaftet werden müssen, wegen der Schließung sei man aber nur auf 81.459 Euro gekommen. Daraus ergibt sich ein Verlust von rund 123.000 Euro. Demgegenüber stünden aber auch weniger Ausgaben, so die Stadt, etwa durch Kurzarbeitergeld. Mit Blick auf das ganze Jahr beziffert die Stadt das Minus auf etwa 49.000 Euro.

Neue Veranstaltungen sollen dafür schon bald wieder stattfinden: Am Freitag, 3. Juli, will das Planetarium seine Türen wieder für jeweils zwei Shows pro Tag an den Wochenenden öffnen. Es soll eine Mischung aus Kinder-und Familienprogrammen sowie Astronomie-Shows und interaktive Live-Formate zu erleben geben.

Besucher müssen die gesamte Zeit über eine Maske tragen

Zu den getroffenen Hygienemaßnahmen gehören unter anderem eine Besuchergrenze von 38 Personen – nur so könne der Mindestabstand von 1,5 Metern im gesamten Haus gewährleistet werden, so die Stadt. Zudem gibt es deutlich weniger Veranstaltungen, um eine gegenläufige Besucherführung zu vermeiden und genug Zeit zur Reinigung zu haben. Desinfektionsspender sowie zusätzliche Wartebereiche für die Besucher stehen ebenfalls bereit.

Auch der Mund-Nasen-Schutz wird integraler Bestandteil des neuen Alltags im Planetarium sein. Besucher müssen die Masken den gesamten Aufenthalt über tragen. Daher werden zunächst nur Veranstaltungen über maximal 50 Minuten angeboten, so die Stadt. „Aus geschäftsführender Sicht stellen die Maßnahmen sicherlich eine wirtschaftliche Herausforderung dar, da in Zukunft deutlich weniger Vorstellungen mit deutlich weniger Besucher*innen möglich sind“, heißt es weiter, dennoch wolle man den Bildungsauftrag des Hauses wieder bestmöglich erfüllen.

Planetarium will neue, eigene Formate entwickeln

Das Planetarium sei „aufgrund seines kleinen, aber hoch qualifizierten und gut aufgestellten Teams durchaus in der Lage vorerst selbstständig Formate zu entwickeln und Veranstaltungen durchzuführen, die der naturwissenschaftlichen Wissensvermittlung sowie Unterhaltung dienen und Besucher*innen gleichermaßen anregen und abschalten lassen.“

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