Grundsteinlegung für das Berlinerhaus in Wolfsburg

Wolfsburg.  An der Berliner Brücke entstehen auf einer Fläche von rund 9639 Quadratmetern bis 2022 ein Office-Tower und ein Hotel.

Rüdiger Staudt (von links), Sebastian Geese, Falk Hecker, Ulrich Höller und Klaus Mohrs.

Rüdiger Staudt (von links), Sebastian Geese, Falk Hecker, Ulrich Höller und Klaus Mohrs.

Foto: LARS LANDMANN / regios24

Am Mittwochmittag nahm am Maybachweg ein zukunftsweisendes Bauprojekt seinen weiteren Verlauf. Direkt neben der Berliner Brücke wird nun, Stein auf Stein, das Berlinerhaus bis maximal 45 Meter in die Höhe wachsen. Das Vorhaben ist ein Joint Venture der ABG Real Estate Group und der Hecker GmbH.

Den symbolischen Akt der Grundsteinlegung nahmen die geschäftsführenden Gesellschafter der Kooperationspartner, Falk Hecker (Hecker GmbH) und Ulrich Höller von der ABG Real Estate Group, zusammen mit Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Vertretern des (Bau-)Generalunternehmens Köster GmbH, vor.

Die Beteiligten griffen zu Kellen mit dem eingravierten Grundsteinlegungsdatum und warfen Mörtel auf die obligatorische Kapsel, die es zu versenken galt. Das Gemisch hatten die Maurer Ralf Krumpholz und Wolfgang Reichel vorbereitet. In der Kapsel, die noch in die bereits fertige Bodenplatte integriert wird, kamen unter anderem die Zeitungsausgaben vom Mittwoch, Baupläne und Münzen.

In knapp zwei Jahren, im April 2022, soll der geplante, optisch repräsentative Bürokomplex bezugsfertig sein. Angesiedelt werden darin, so die Absicht der Entwickler, Büros mit individuellem Zuschnitt sowie ein Hotel, das eine Kapazität von 260 Betten haben soll. Den Standortvorteil sehen die Planer darin, dass sich „der Hauptbahnhof, die Autostadt und die Volkswagen-Arena in unmittelbarer Nähe befinden“ und jene bequem zu Fuß erreichbar seien.

Bei dem Objekt Berlinerhaus geht es um eine Fläche von 22.081 Quadratmetern. Der Entwurf, der umgesetzt wird, entstand im Architekturbüro „STAUTH I“ aus Braunschweig. Rüdiger und Gabriele Gropp-Stauth freuten sich, dass das Ergebnis ihrer baulichen Kreativität (endlich) Gestalt erhält. Begonnen hat der Projektprozess bereits 2013. „Aber als Architekt weiß man, dass es einen langen Atem braucht“, äußerte das Ehepaar. „Im Laufe der Jahre gab es noch einige Planänderungen“, erzählten die Experten aus Braunschweig.

„Ein Hotel zum Beispiel war anfangs gar nicht vorgesehen.“ Aber das wird zum Komplex gehören und von der Hamburger Gesellschaft Ninetynine mit einem Konzept betrieben werden, „das unter anderem auf Naturverbundenheit und Nachhaltigkeit setzt“, wie es Falk Hecker ankündigte.

Der erste Stadtrat Dennis Weilmann äußerte am Rande der Veranstaltung gegenüber dem Bauausschussvorsitzenden Frank Richter: „Es ist ein Segment, für das in Wolfsburg Bedarf ist, solche Hotels bräuchten wir noch mehrere.“ Falk Hecker lobte in seiner Begrüßungsansprache den Kooperationspartner ABG Real Estate Group und die Stadt Wolfsburg für ihren respektvollen Umgang miteinander und für die absolute Verlässlichkeit.

Dass seine Unternehmensgruppe das Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Firma Billen umsetze, zusammen mit ABG Real Estate, „einer Gruppe, die sozusagen in der Champions League spielt“, sei ein Bekenntnis zu Wolfsburg. „Ein positives Zeichen zur rechten Zeit“, war die Einschätzung von Oberbürgermeister Klaus Mohrs. „Ein Beispiel dafür, dass es gilt, tatkräftig anzufassen und trotz der Corona-Krise positiv nach vorne zu blicken.“

Für Ulrich Höller wird das Bauwerk „die moderne Architektur von Wolfsburg fortschreiben“. Der ABG-Chef lobte unter anderem die sehr gute Zusammenarbeit mit Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide und Birgit Schulz (Grundstücks- und Gebäudemanagement) sowie deren Mitarbeitern. Die Bauarbeiten sind übrigens dem Plan voraus. Was Köster GmbH-Projektleiter Thorsten Friedrichs dem Umstand zuschreibt, „dass wir eine hoch motivierte Bau-Mannschaft vor Ort haben“. Das seien derzeit 50 Leute. Einig war sich die Grundsteinlegungsversammlung darin, dass aus dem Berlinerhaus ein weiteres Wahrzeichen für Wolfsburg werden könne.

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