VW rechnet mit weiterer Kurzarbeit im Juni

Wolfsburg.  In den ersten zwei Wochen könnte es „grundsätzlich“ zu Schichtabsagen kommen. Betroffen wären alle Bereiche.

Weitere Schichtabsagen auch im Juni sind bei Volkswagen wahrscheinlich.

Weitere Schichtabsagen auch im Juni sind bei Volkswagen wahrscheinlich.

Foto: Julian Stratenschulte/picture alliance

Es wird sonnig in Deutschland. Wollte man aber die Aussichten für die Automobilindustrie und insbesondere für Volkswagen beschreiben, dann müsste man düstere Prognosen stellen. Die Wolfsburger stellen sich auch im Juni auf harte Zeiten ein.

Die Mitarbeiter sind gerade darüber informiert worden, dass vom 1. bis 14. Juni „grundsätzlich“ Kurzarbeit für alle Bereiche möglich ist. Das Unternehmen hat vorsorglich bis zum Ende des zweiten Quartals, also bis Ende Juni, Kurzarbeit beantragt. VW untermauert damit die Aussage, dass man „auf Sicht“ fahre. Im Prinzip bedeutet die neue Information nur, dass es in einzelnen Bereichen zu Kurzarbeit kommen könnte. Deshalb gibt es auch noch keine detaillierteren Informationen.

Konkret abgesagt wurden bereits alle drei Schichten der Montagelinien 1 und 4 (Tiguan, Touran, Seat Tarraco) am 5. und 12. Juni. Es handelt sich jeweils um Freitage.

Da viele der in Wolfsburg gebauten Modelle ins europäische Ausland exportiert werden, würde eine Kaufprämie in Deutschland die Absatzprobleme nur teilweise lindern. Während hier zu Lande die Autohäuser den Betrieb aufgenommen haben, sind sie in vielen europäischen Märkten noch geschlossen. Der eingebrochene Absatz ist derzeit das größte Problem für die Autobauer.

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