Reitbahn Frank: Futter für die Tiere geht aus

Wolfsburg.  Familienoberhaupt Bill Frank hofft auf die Unterstützung der treuen Besucher aus Wolfsburg und Umgebung.

Die Reitbahn Frank kann aufgrund der Corona-Krise nicht in die Saison starten. Dadurch fehlen Einnahmen, um Futter für die Tiere zu kaufen.

Die Reitbahn Frank kann aufgrund der Corona-Krise nicht in die Saison starten. Dadurch fehlen Einnahmen, um Futter für die Tiere zu kaufen.

Foto: Anja Weber / regios24 (Archiv)

Einen runden Geburtstag feiert die Reitbahn Frank in diesem Jahr. Seit 40 Jahren unterhält der Familienbetrieb kleine und große Besucher in Wolfsburg und Umgebung mit seinen zahlreichen Tieren, Vorführungen und Kutschfahrten. Doch zum Feiern ist niemandem zumute. „Wir sind in einer nie dagewesenen Notsituation. Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr überhaupt noch in die Saison starten können“, sagt Bill Frank angesichts der Corona-Krise.

Im Sommer in Wolfsburg

Das Familienoberhaupt macht sich große Sorgen um die Versorgung der rund 80 Tiere. „Wir wissen nicht, ob wir in den nächsten Wochen noch ausreichend Futter besorgen können“, berichtet Frank. Für sich und seine Familie könne er Sozialleistungen beantragen. Für die Tiere gebe es vom Stat allerdings keine Unterstützung. Seit Monaten befindet sich die Familie mit allen Tieren im Winterdomizil in Erxleben. Mitte April sollte die Saison in Helmstedt eigentlich losgehen. In den Sommermonaten gastiert die Reitbahn ab Juni stets in Wolfsburg an unterschiedlichen Standorten: Schillerteich, Kerksiek, Teichbreite, Kreuzheide, Breslauer Straße, Vorsfelde oder Reislingen.

Reitbahn mit 80 Tieren

Zu den 80 Tieren gehören unter anderen 50 Ziege, 15 Pferde, Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner, Schildkröten und auch Schlange. Besonders der Streichelzoo und das Reiten ist bei Kindern sehr beliebt. „Manche Pferde sind schon 30 Jahre alt. Die brauchen ein Spezialfutter, damit es ihnen gut geht“, erklärt Bill Frank. Derzeit habe er zwar noch ausreichend Futter für die Tiere, doch das gehe langsam zur Neige. „Die Bauern können uns wahrscheinlich auch nichts abgeben, weil sie es für ihre eigenen Tiere brauchen.“

Dem Familienunternehmen fehlen nach den langen Wintermonaten nun die Einnahmen. Auch die Sammelaktionen an den Haustüren fallen aus. Deshalb hat sich Bill Frank auf der Internetseite der Reitbahn an die treuen Besucher gewandt. Dort schreibt er: „Ich weiß, dass auf der ganzen Welt die Wirtschaft schwer geschädigt ist und wir mit unserem Problem nicht alleine dastehen. Aber dennoch möchte ich mich an euch als Reitbahn-Freunde und Unterstützer wenden mit der Bitte, uns und vor allem unsere Tiere, die ihr doch so sehr liebt, über diese schwere Zeit hinweg zu helfen.“ Wer Bill Frank erreichen oder unterstützen möchte, erreicht ihn unter 0172/8650608.

Auch Gino Frank hat Sorgen

Die gleichen Sorgen hat übrigens auch Bill Franks Cousin Gino Frank, Chef der Frank Safari Reitbahn, die gezwungen ist, in ihrem Winterquartier in Helmstedt/Barmke zu bleiben. „Wir sind am Verzweifeln, wir sind am Ende. Wir haben kein Geld mehr, um Futter für unsere knapp 100 Tiere zu kaufen.“ Gino Frank bittet darum, dass ihm vielleicht jemand eine eingezäunte Weidefläche zur Verfügung stellt. „Aber auch für Lebensmittel, Geld und Dieselspenden sind wir sehr dankbar.“ Futter würde er auch vor Ort abholen. Im Gegenzug stelle er auch seine LKW und Transporter für andere zur Verfügung, verspricht Gino Frank. Er ist erreichbar unter (05356) 9690074.

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