Volkswagen ist Mieter der neuen Schnellecke-Halle

Wolfsburg.  Dicht dran am VW-Werk baut der Logistiker seine neue Halle, die ökologischen Vorgaben genügen soll.

Eine Zeitkapsel mit Lageplan, einer Zeitung und einem Glücksbringer versenken auf der Baustelle Andreas Jäckel von Volkswagen (von links), Rolf Schnellecke und sein Enkel Konstantin sowie Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs.

Eine Zeitkapsel mit Lageplan, einer Zeitung und einem Glücksbringer versenken auf der Baustelle Andreas Jäckel von Volkswagen (von links), Rolf Schnellecke und sein Enkel Konstantin sowie Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs.

Foto: Anja Weber / regios24

In den nächsten acht Monaten errichtet Schnellecke Logistics sein neues Logistikzentrum am Standort Warmenau. Das Konzept stellt Ressourcenminimierung und Umweltschutz in den Mittelpunkt und soll den Grundstein für eine nachhaltige Zukunft der Logistik legen (wir berichteten). Die symbolische Grundsteinlegung wurde deshalb mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Vertretern der Volkswagen AG als zukünftigem Mieter am Freitag gebührend gefeiert.

„Auf dem Bauschild wird deutlich, dass dies keine typische Logistikhalle wird“, führt Ludwig Büttenbender, Geschäftsführer der Schnellecke Grundbesitz GmbH & Co. KG, bei seiner Begrüßungsrede aus. Vielmehr errichtet Schnellecke Logistics ein „modernes Logistikzentrum mit 30.000 qm Hallen- und Büroflächen und 7.500 qm Außenlager“, dass darüber hinaus ein konsequent nachhaltiges Konzept der Ressourcenminimierung und des Umweltschutzes in den Mittelpunkt stellt.

Dies wird unter anderem am Bauwerk selbst deutlich: „Wir nutzen höherwertige Paneele für die Fassade, haben darüber hinaus ein Farbgestaltungskonzept entwickelt und prüfen zudem noch einen Bewuchs der Fassade. Außerdem gibt es mehr Fenster als üblich, so dass mehr Tageslicht in die Halle gelangt.“

Eine durchgängige LED-Beleuchtung, Regenwassernutzung und der Bau nach DGNB-GoldStandard für Nachhaltiges Bauen sind weitere Aspekte, ebenso wie der innerbetriebliche Transport - ausschließlich durch den Einsatz von E-Staplern.

Vorteile sieht Tim Kannewurf, Mitglied des Vorstands der Schnellecke Group, auch im Standort Warmenau selbst, der „sowohl für uns als auch für unseren Auftraggeber, die Volkswagen AG, ideal“ liege, „um logistische Prozesse sowie die Werksversorgung zu bündeln und Mehrverkehre für die Stadt Wolfsburg zu minimieren.“ Durch Optimierung der Abläufe und Verkehrswege bedeute dies neben der „Feinstaubreduzierung ebenso eine Ressourcenschonung“, so weiter.

Andreas Jäckel, Leiter der Volkswagen Werklogistik Wolfsburg, betont in seinem Redebeitrag, in Schnellecke einen lange verbundenen, „innovativen“ und „nachhaltigkeitsorientierten Partner“ für das neue Logistikzentrum in Warmenau gefunden zu haben. Weiter sagte der Manager: „Die gute geografische Lage dieser Logistikhalle ermöglicht es uns, Material über kurze Wege ins Werk zu transportieren. Künftig bündeln wir einen großen Teil unserer bisher extern gelagerten Materialumfänge an diesem Standort.“

Die Volkswagen-Werklogistik Wolfsburg lagert künftig Materialien für die Produktion der Modelle Tiguan und Touran sowie für den Seat Tarraco in der neuen Logistikhalle von Schnellecke.

Bedarfsgerecht und durch vollautomatische Materialabrufe der Fahrzeugproduktion im nahe gelegenen Werk gesteuert, erfolgt von dort aus der Transport in die Fahrzeugfertigung. Der Mietvertrag, den Volkswagen mit Schnellecke Logistics abgeschlossen hat, wird zunächst über einen Zeitraum von zehn Jahren laufen.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder