Detmeroder Brücke: Neubau startet im Mai oder Juni

Detmerode.  Eine gute Nachricht gab es während des Detmeroder Ortsrates: Baubeginn für die Brücke zwischen Detmerode und Westhagen soll im Mai oder Juni sein.

Das typische Erscheinungsbild Detmerodes soll erhalten bleiben. Der Ortsrat diskutierte am Mittwoch über die Erhaltungssatzung der Verwaltung.

Das typische Erscheinungsbild Detmerodes soll erhalten bleiben. Der Ortsrat diskutierte am Mittwoch über die Erhaltungssatzung der Verwaltung.

Foto: Hans Bertram / Privat

Wolfsburgs Stadträtin Iris Bothe überbrachte den Mitgliedern des Ortsrates am Mittwochabend zu Beginn der Sitzung in der Bürgerbegegnungsstätte die Neuigkeit. Die alte und viel genutzte Geh- und Radwegbrücke über die Braunschweiger Straße war 2015 kurzfristig abgerissen worden und wird seitdem nicht nur von den Bewohnern der beiden Stadtteile schmerzlich vermisst. Die Stadt hatte Fördermittel für den Wiederaufbau beantragt. Die Brücke soll vier Meter breit werden, die Bauzeit beträgt etwa ein Jahr. Während dieser Phase kommt es zu Einschränkungen für den Verkehr. Noch im Januar oder spätestens im Februar beginne die Ausführungsplanung und Ausschreibung, berichtete Bothe. Bis Ende Februar würden das Baufeld freigemacht und Bäume gefällt. Die Stadträtin, die kommissarisch auch als Kämmerin fungiert, stellte auch den Doppelhaushalt für 2020/21 sowie die mittelfristige Finanzplanung und das Investitionsprogramm bis 2024 vor. „Die Stadt Wolfsburg hatte seit 2015 keinen ausgeglichenen Haushalt mehr. Das heißt: Wir geben mehr Geld aus als wir haben“, verdeutlichte Bothe und fügte hinzu: „Für zusätzliche Wünsche sind nicht so viele Kapazitäten da.“ Bei den Mitteln für die Ortsräte sei allerdings nicht gekürzt worden, betonte Bothe. Sie betragen wie im Vorjahr 145.230 Euro. „Wir sind in Detmerode ja bescheiden. Wir haben seit drei Jahren keine neuen Wünsche mehr geäußert“, sagte Ortsbürgermeister Ralf Mühlisch (SPD). Der Ortsrat stimmte dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zum Haushaltsplan einstimmig zu. Ebenfalls einstimmig votierten die Ortsratsmitglieder in zweiter Lesung für den Aufstellungsbeschluss einer Erhaltungssatzung für Detmerode. In der vorherigen Sitzung Ende November hatten SPD und PUG eine Zustimmung noch abgelehnt. Mit der Satzung sollen die architektonischen und städtebaulichen Qualitäten des Stadtteils gesichert und bauliche Verschandlungen vermieden werden. Marc Heinisch vom Geschäftsbereich Stadtplanung und Bauberatung verdeutlichte anhand einer Karte, welche Flächen in Detmerode im Besitz der Stadt, der Neuland, von VWI, der Kirche oder Privatleuten sind. Er versicherte, dass das grüne Band östlich und westlich vom Bürgerpark nicht bebaut werde. „Sie haben uns überzeugt“, meinte Mühlisch.

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