Sie haben die besten Ideen für Wolfsburg

Wolfsburg.  Lioba Wagner gewinnt beim Wolfsburger Wettbewerb „Kunst im Stadtbild“ den Preis mit ihrer Arbeit „Leerräume“. Auf Platz 2 ist ein Wolfsburger.

Ausstellungseröffnung und Preisverleihung beim Ideenwettbewerb „Kunst im Stadtbild Wolfsburgs (von links): Justin Hoffmann, Anita Placenti-Grau, Hans-Joachim Throl, Siegerin Lioba Wagner, Förderpreisgewinner Philipp Kapitza, Kai-Uwe Hirschheide und Dennis Weilmann.

Ausstellungseröffnung und Preisverleihung beim Ideenwettbewerb „Kunst im Stadtbild Wolfsburgs (von links): Justin Hoffmann, Anita Placenti-Grau, Hans-Joachim Throl, Siegerin Lioba Wagner, Förderpreisgewinner Philipp Kapitza, Kai-Uwe Hirschheide und Dennis Weilmann.

Foto: Helge Landmann / regios24

Alle zwei Jahre vergibt Wolfsburg einen Preis für kreative Ideen zu einer künstlerischen Gestaltung des öffentlichen Raums. Kunst im Stadtbild (KiS) ist ein Wettbewerb, der sich an junge Teilnehmer, Studierende oder Absolventen wendet, deren Prüfung nicht länger als 3 Jahre zurückliegt. „KiS“ bietet eine Plattform zur Auseinandersetzung mit dem urbanen Umfeld, ohne dass die eingerichteten Entwürfe von der Kommune realisiert würden.

Die Gewinnerin des Wettbewerbs 2019 heißt Lioba Wagner. Die 1986 in Köln geborene Künstlerin beeindruckte die Jury unter Vorsitz von Hans-Joachim Throl mit ihrer Arbeit „Leerstellen“. Am Freitagabend wurde sie gemeinsam mit fünf weiteren für den Preis Nominierten im Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) für ihre planerische Kreativität ausgezeichnet. Der gebürtige Wolfsburger Philipp Kapitza erhielt für seinen Entwurf „O.T.“, was so viel wie ohne Titel bedeutet, eine Anerkennung. Des Weiteren waren der gebürtige Wolfsburger Niklas Müller, der mit dem Braunschweiger Leonard Siegl kooperiert hatte, die Düsseldorferin Maria Mandalko und die Bulgarin Yoana Tuzharova, die in Münster studierte, in die Endauswahl gekommen.

Die Preisträgerin hatte die Idee, Kunstwerke temporär im „grünen Raum“ anzusiedeln. Zum Beispiel an Bäumen in einer Parkanlage, dort wo der Stamm oder das Geäst durch ihren Wuchs ein natürliches Gerüst bilden. Philipp Kapitza beschäftigte sich mit den dominanten Blickfängen von Wolfsburg, wie sie unter anderem die vier Schornsteine des VW-Kraftwerks darstellen. „Das ist eine Utopie“, erklärte Hans-Joachim Throl zum Hintergrund der Arbeit.

Anita Placenti-Grau, die Leiterin des IZS, begrüßte die Gäste zur Preisverleihung. Sie wies darauf hin, dass die Beiträge zum Ideen-Wettbewerb voraussichtlich bis zum Februar 2020 im Institut für Zeitgeschichte auch der Öffentlichkeit zugänglich sein werden. Der Dezernent für Kultur und Digitales, Dennis Weilmann, hob hervor: „Dieser Preis für junge Künstler hat für uns als Stadt einen hohen Wert.“ Weil der Wettbewerb aber nicht nur eine kulturelle Komponente hat, sondern auch eine bauliche, saß neben Weilmann auch Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide mit in der Jury. Zu dem Gremium gehörten außerdem die Experten Sina Heffner – sie hat die weiße Giraffe an der Braunschweiger Straße geschaffen –, Anne Kersten, Justin Hoffmann, Wilfried Andacht, Marcus Körber und Axel Bosse.

Der Preis war mit 1500 Euro dotiert. Die Gewinnerin Lioba Wagner, die Steinmetz lernte, bevor sie Kunst studierte, weiß genau, was sie mit dem Geld anfangen wird. „Das stecke ich in meine Arbeit. Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Guss. Da würde ich gern hochwertiges Material haben.“ Für sein weiteres Schaffen wird auch Philipp Kapitza die 500 Euro anlegen, die ihm die „Anerkennung“ für „O.T.“ einbrachte. Der erste Wolfsburger, der bei diesem Ideenwettbewerb erfolgreich war, studiert an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig.

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