Drei Neue stärken die Heiligendorfer Wehr

Heiligendorf.  Lavinia Wolf, Tobias Thiel und Jonas Häußer gehören jetzt zur Freiwilligen Feuerwehr Heiligendorf. Einer von ihnen ist schon komplett ausgebildet.

Die Freiwillige Feuerwehr Heiligendorf mit ihrem Gruppenführer Fabian Grassau (Zweiter von links) hat drei Neue begrüßt: Jonas Häußer (links), Tobias Thiel und Lavinia Wolf.

Die Freiwillige Feuerwehr Heiligendorf mit ihrem Gruppenführer Fabian Grassau (Zweiter von links) hat drei Neue begrüßt: Jonas Häußer (links), Tobias Thiel und Lavinia Wolf.

Foto: LARS LANDMANN / regios24

Sie sind die drei Neuen in der Freiwilligen Feuerwehr Heiligendorf: Lavinia Wolf, Tobias Thiel und Jonas Häußer gehören seit Mitte des Jahres zur 3. Gruppe von Gruppenführer Fabian Grassau: „Alle drei sind ein echter Gewinn für uns.“ So ganz neu ist allerdings nur die 18-Jährige: Die angehende Erzieherin, die derzeit die Berufsbildende Schule Anne-Marie Tausch besucht, ist in Stuttgart geboren und hat dort ihre ersten sieben Lebensjahre verbracht, danach zog die Familie nach Celle. Dort war Lavinia ein Jahr lang Mitglied der Jugendfeuerwehr. In Heiligendorf wohnt sie seit zwei Jahren und ist über die sozialen Medien auf die Brandbekämpfer vor Ort aufmerksam geworden. „Da wollte ich dann irgendwann mitmachen“, gesteht die Quereinsteigerin. Jetzt ist sie Feuer und Flamme für die Wehr, „weil man jeden Tag etwas dazu lernt und immer wieder Neues ausprobieren kann“ und engagiert sich sogar als Betreuerin bei der Kinderfeuerwehr. „Wir nehmen jederzeit Männer und Frauen auf, die Interesse an der Feuerwehr zeigen – das Einstiegsalter ist dabei ganz egal“, versichert Grassau. Mit seinen 16 Jahren ist Jonas schon ein „alter Hase“: Er war eines der ersten Kinder, die der am 19. Februar 2012 gegründeten Kinderfeuerwehr Heiligendorf angehörte – und zählt damit zu den Ersten aus diesem Kreis, die während der Jahresversammlung im neuen Jahr offiziell in die Reihen der Aktiven aufgenommen werden.

Weil Papa Michael und Bruder Lucas sich ebenfalls in der Feuerwehr engagieren, war sein Weg quasi vorgezeichnet. „Ich musste zwar immer hingehen, da gab es keine Entschuldigung, aber es hat mir auch immer Spaß gemacht“, versichert der Teenager. Jetzt fiebert er dem Truppmann-Lehrgang im Frühjahr entgegen, nach dessen erfolgreichem Bestehen er endlich auch zu den Einsätzen mitfahren kann. Sein Ziel: mindestens Hauptfeuerwehrmann zu werden.

Nach fünf Jahren Pause hat es den Ur-Heiligendorfer Tobias Thiel wieder ins Feuerwehrhaus an der Neuen Straße gezogen: „Ich habe ohne die Kameraden schon etwas vermisst. Die Feuerwehr gehört einfach zu meinem Leben.“ 1992 hat seine Laufbahn in der Jugendfeuerwehr begonnen, bis 2014 hatte der heute 39-Jährige es bis zum Hauptfeuerwehrmann gebracht, ist ausgebildeter Gruppenführer und besitzt einen LKW-Führerschein. „Tobias ist sofort einsetzbar. Das ist von unschätzbarem Wert“, sagt Ortsbrandmeister Tobias Schmidt. Denn gerade tagsüber sei es für die Heiligendorfer, die auch als Stützpunkt-Feuerwehr agieren, immer schwieriger, die Fahrzeuge zu besetzen. Schmidt: „Umso mehr Aktive wir insgesamt sind, umso größer die Wahrscheinlichkeit, genügend Leute in den Einsatz schicken zu können.“ Dass die Heiligendorfer kaum Nachwuchssorgen haben, führt der Ortsbrandmeister auf die gute Kinder- und Jugendarbeit zurück und auf die Werbekampagnen: Am 28. und 29. Oktober waren die Brandbekämpfer im Hasenmorgen unterwegs.

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