Wolfsburg – Glasfaserausbau bald bei 65 Prozent

Wolfsburg.  Glasfaser-Ausbau in Wolfsburg: Stadtwerke-Chef Frank Kästner wartet auf Förderbescheide von Bund und Land, sonst kippe das Ausbau-Ziel 2021.

In Fallersleben wird derzeit Glasfaser verlegt. Bauleiter Dirk Beuth steht an einem Schaltschrank.

In Fallersleben wird derzeit Glasfaser verlegt. Bauleiter Dirk Beuth steht an einem Schaltschrank.

Foto: Lars Landmann / regios24

Wolfsburg hat hochfliegende Pläne, will Modellregion in Deutschland für Digitalisierung und intelligente Verkehrslösungen sein. Dafür braucht es schnelles Internet. Zum Stand des Glasfaserausbaus in Wolfsburg erklärte Stadtwerke-Vorstand Frank Kästner im Interview mit den Wolfsburger Nachrichten: „Derzeit sind mehr als 12.000 Objekte angeschlossen. Wenn die zurzeit im Bau befindlichen Cluster fertiggestellt sind, haben ca. 50.500 Haushalte die Möglichkeit Glasfaser zu nutzen. Dies entspricht circa 65 Prozent von Wolfsburg.“

Vor dem weiteren Ausbau steht die bislang ungelöste Finanzierungsfrage: Die Hälfte der Finanzierung – 40, vielleicht sogar 50 Millionen Euro – steht noch nicht. Es wird auf Förderzusagen durch den Bund und beziehungsweise oder das Land gewartet. „Die Schnelligkeit des Ausbaus liegt also nicht allein in unserer Hand“, so Kästner. Er räumt ein, dass das Ziel, bis 2021 ganz Wolfsburg ans Glasfaser anzuschließen, knapp werden könnte. Ein weiteres Problem sei, dass der Ausbau auch teurer geworden ist. „Wir sind nicht bereit, für jeden Preis Aufträge zu vergeben. So kommt es wiederum zu Verzögerungen.“

Die Wolfsburger nutzen das schnelle Internet am liebsten, um Serien bei Netflix zu schauen, für soziale Medien wie Facebook & Co., shoppen bei Amazon, Google-Suchen oder Apple-Dienste. Dass es sich dabei allesamt um Geschäftsmodelle US-amerikanischer Unternehmen handelt, darin sieht Kästner kein Problem: „Wir bauen das Glasfasernetz nicht für Netflix und Amazon aus, sondern für unsere Kunden. Sie sind ja offensichtlich auch dazu bereit, dafür zu bezahlen.“

Das komplette Interview lesen Sie heute ab 20 Uhr auf der Internetseite und am Donnerstag in der Print-Ausgabe.

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