Vor Pyrenäen-Radtour: Wolfsburger Axel Kuba ist startklar

Detmerode.  Der 67-jährige Axel Kuba leidet an Parkinson. Jetzt will er 700 Kilometer Rad fahren – und damit Geld für die Parkinsonforschung sammeln.

Der 67-jährige Wolfsburger Axel Kuba, an Parkinson erkrankt, will im September 2019 mit dem Fahrrad mehr als 700 Kilometer über die Pyrenäen fahren. Mit seinem Projekt sammelt er Spenden für die Parkinsonforschung.

Der 67-jährige Wolfsburger Axel Kuba, an Parkinson erkrankt, will im September 2019 mit dem Fahrrad mehr als 700 Kilometer über die Pyrenäen fahren. Mit seinem Projekt sammelt er Spenden für die Parkinsonforschung.

Foto: Christoph Exner

Es war ein Schock, als Axel Kuba im November 2014 die Diagnose Morbus Parkinson bekam. Für ihn selbst genauso, wie für seine Familie, erzählt der 67-jährige Wolfsburger heute. Einst habe er als Trainer im Kundendienst von Volkswagen gearbeitet und sei aktiver Freizeitsportler gewesen, habe dann jedoch gemerkt, wie seine Leistung mehr und mehr abnahm, er immer interessenloser und teilweise sogar depressiv wurde.

Heute hat sich Kuba auf seine Krankheit eingestellt. „Es gibt Momente, vor allem in Stresssituationen, da ist es schwierig für mich, mein Smartphone oder einfach nur eine Tasse zu halten“, sagt er. „Die Ärzte haben mir jedoch gute Prognosen gegeben und auch von meiner Familie und meinen Freunden erhalte ich viel Zuspruch.“

Kuba hat sich nicht aufgegeben. Bei einem Taichi-Kurs der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung habe man ihm den Tipp gegeben, sich auch weiterhin zu bewegen – Kuba folgte dem Rat: 2015 fuhr der ADFC-Vorstand mit dem Fahrrad und einem Kollegen vom Starnberger See nach Wolfsburg, 2017 dann alleine 1600 Kilometer von Wolfsburg quer durch Deutschland bis Genf. Das tat ihm und seiner Krankheit gut.

„Dass ich das erfolgreich geschafft habe, war für mich ein Mutmacher. Ein Wendepunkt“, erzählt Kuba. Jetzt hat sich der 67-Jährige eine neue Tour herausgesucht: Im September will er von Biarritz über die Pässe der Pyrenäen bis nach Perpignan fahren (unsere Zeitung berichtete).

Mehr als 700 Kilometer liegen vor ihm – aber auch mehr als 17.000 Höhenmeter, die es zu bewältigen gilt. Eingeteilt hat der Wolfsburger sich die Strecke in insgesamt 18 Etappen.

„Ich bin schon immer gerne an meine Grenzen gegangen. Doch mittlerweile muss ich mein Parkinson im Hinterkopf behalten“, sagt er. Zur Sicherheit ist Kuba diesmal nicht allein unterwegs: Begleitet wird er von seinem Schwager Rainer und seiner Schwester Lore, die mit dem Auto immer in der Nähe sein wird.

Starten will Kuba bereits am 29. August von Wolfsburg aus. Mit dem Zug geht es zunächst weiter nach Stuttgart, wo seine Schwester wohnt, anschließend fahren die drei gemeinsam ins französische Biarritz. Drei Wochen hat Kuba für seine Tour eingeplant, für die Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs die Schirmherrschaft übernommen hat. Dieser begleitet den 67-Jährigen am 29. August um 8.15 Uhr vom Kurt-Schuhmacher-Ring 51 in Detmerode aus bis zum Bahnhof.

Wer ebenfalls mit dabei sein möchte, ist laut Kuba herzlich eingeladen. Noch wichtiger ist jedoch: Für jeden Kilometer, den Kuba auf seiner Strecke zurücklegt, können 20 Euro gespendet werden. Geld, das für die Förderung der Studie „Diätische Beeinflussung der Parkinson-Krankheit“ der Klinik und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikums in Bonn genutzt werden soll.

Spendenkonto der Hilde-Ulrich-Stiftung, Kennwort: 3P-Projekt Axel Kuba, IBAN: DE79 5502 0500 0001 5494 00. Oder über die Internetseite www.das-3p-projekt.de.

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