Böller-Explosion: Urteil gegen Wolfsburger fällt Freitag

Wolfsburg.  Prozessauftakt am Amtsgericht Wolfsburg: Staatsanwaltschaft und Verteidigung halten ihre Plädoyers.

Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr waren nach der Böller-Explosion in der Dortmunder Thier-Galerie schnell vor Ort. Ein 17-jähriger Wolfsburger und ein 18-Jähriger aus dem Landkreis Helmstedt gelten als die Drahtzieher der Aktion. Am Mittwoch begann der Prozess gegen das Duo.

Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr waren nach der Böller-Explosion in der Dortmunder Thier-Galerie schnell vor Ort. Ein 17-jähriger Wolfsburger und ein 18-Jähriger aus dem Landkreis Helmstedt gelten als die Drahtzieher der Aktion. Am Mittwoch begann der Prozess gegen das Duo.

Foto: Markus Wüllner / dpa

Im Fall der Böller-Explosion in einem Dortmunder Einkaufszentrum fällt am kommenden Freitag das Urteil. Das teilte die vorsitzende Richterin am Mittwoch im Anschluss an die Verhandlung mit. Angeklagt sind ein 17-jähriger Wolfsburger und dessen 18-jähriger Freund aus Bahrdorf (Landkreis Helmstedt) wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung und Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Die Verhandlung vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Wolfsburg fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da beide Täter zur Tatzeit noch minderjährig waren.

Den beiden vorbestraften Angeklagten wird vorgeworfen, am 15. Dezember 2018 gegen 17.40 Uhr im sehr gut besuchten Dortmunder Einkaufszentrum Thier-Galerie eine Massenpanik ausgelöst zu haben. Das Duo habe andere Jugendliche angestiftet, einen sogenannten Polen-Böller zu zünden. Durch die Aktion wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft 24 Personen verletzt. Der 17-jähriger Wolfsburger gilt als Drahtzieher. Er wollte ein Video für seinen Youtube-Kanal drehen und damit Geld verdienen, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Der 18-Jährige soll als Helfer die Tat gefilmt haben.

Knapp über drei Stunden dauerte die Verhandlung am Mittwoch. Zum Verlauf machte die Richterin keine näheren Angaben. Nur soviel: Zeugen mussten nicht gehört werden. Staatsanwalt und Verteidigung hielten ihre Plädoyers. Das spricht dafür, dass die Angeklagten ein Geständnis ablegten.

Der Wolfsburger, der von seinem Vater begleitet wurde, ist wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung vorbestraft. Er verbüßte bereits an einem Wochenende einen Freizeitarrest. Der 18-Jährige, der von seiner Mutter vor Gericht moralische Unterstützung erhielt, ist ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt. Er musste wegen vorsätzlicher Körperverletzung eine Geldstrafe zahlen.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder