Lehrer informieren sich in Wolfsburg über die digitale Welt

Wolfsburg.  Die Carl-Hahn-Schule nimmt als erste Wolfsburger Schule an einem Lehrer-Digi-Camp teil. Themen sind Cyber-Mobbing und Social Hacking.

Schüler benutzen im Unterricht einen Laptop.

Schüler benutzen im Unterricht einen Laptop.

Foto: Daniel Reinhardt / picture alliance/dpa (symbolfoto)

Etwa 70 Lehrer der Carl-Hahn-Schule nahmen am Dienstag am Lehrer-Digi-Camp teil. Initiatoren der Veranstaltung sind die Barmer, der Tüv Rheinland und die BG 3000, ein Start-up, das digitale Projekte umsetzt.

In verschiedenen Workshops hatten die Lehrer Gelegenheit, sich mit Themen wie „Digitales Lehren und Lernen“, „Social Hacking – Wie sicher sind wir im Netz?“ oder „Cybermobbing und digitale Dynamiken“ auseinanderzusetzen.

Die Carl-Hahn-Schule ist die erste Wolfsburger Schule, die an dem Projekt teilnahm. „Deutschlandweit gibt es das Projekt seit eineinhalb Jahren“, erläuterte Stefan Lorenz, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Wolfsburg. „Ich finde das Thema nicht wichtig, sondern auch interessant.“

„Wir haben das Angebot gern angenommen“, sagte Sabine Fredersdorf-Crome, Leiterin der Carl-Hahn-Schule. „Aufgrund unserer modernen Ausstattung setzen wir digitale Medien im Unterricht ein.“ Die Schüler sollten dazu befähigt werden, mit digitalen Medien adäquat umgehen zu können. „Für uns ist das Projekt ein Gewinn“, betonte die Schulleiterin. „Als gesamtes Kollegium werden wir in die Lage versetzt, miteinander zu diskutieren, wie wir mit den Herausforderungen umgehen.“

Im Gegensatz zu allgemeinbildenden Schulen sieht sich Fredersdorf-Crome an der BBS schon sehr weit. „Wir stellen uns Fragen, die schon viel mit der konkreten Umsetzung zu tun haben“, sagte sie. Durch ein gemeinschaftliches Diskutieren würden immer wieder neue Ideen entstehen, wie Medien einzusetzen sind.

Uli Gilles von der BG 3000 referierte beispielsweise zum Thema Cyber-Mobbing. „Mir geht es darum, wie man mit Mobbing und Cyber-Mobbing umgeht. Durch soziale Netzwerke hat das eine spezielle
Dynamik bekommen.“ So spiele auch der private Bereich in den schulischen mit hinein.

Unter Mobbing versteht Gilles einen Angriff auf ein Opfer, der systematisch und über längere Zeit mithilfe von Unterstützern erfolgt. „Das Opfer hat keine Gelegenheit, dort ohne fremde Hilfe hinauszukommen.“ Cyber-Mobbing könne durchaus eine traumatische Angelegenheit sein, die an Schulen ernstgenommen werden müsse.

Die meisten der 1500 Schüler der Carl-Hahn-Schule würden sehr verantwortlich mit den digitalen Medien umgehen, sagte Fredersdorf-Crome. „Die Schüler wissen aus ihren Ausbildungsbetrieben, dass das Handy während der Arbeitszeit nicht erlaubt ist.“ Die meisten der Schüler würden mit dem Handy kommunizieren und es als Hilfsmittel einsetzen, um zu recherchieren und sich zu verabreden. „Sie lernen, bewusst damit umzugehen.“

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