Wolfsburgs Bürgermeister setzen sich für den Frieden ein

Wolfsburg.  Seit Montag wehen vor dem Wolfsburger Rathaus zwei Flaggen des Netzwerks „Majors for Peace“. Sie symbolisieren das Engagement gegen Kriege.

Bürgermeisterin Bärbel Weist (von links), Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Bürgermeister Ingolf Viereck und Günter Lach hissen die Flagge des Netzwerks „Majors for Peace“.

Bürgermeisterin Bärbel Weist (von links), Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Bürgermeister Ingolf Viereck und Günter Lach hissen die Flagge des Netzwerks „Majors for Peace“.

Foto: Sebastian Priebe / regios24

Mehr als 70 Jahre lang hat es in Deutschland keinen Krieg gegeben. Eine solch lange Zeit des Friedens ist keine Selbstverständlichkeit, findet Wolfsburgs Bürgermeister Ingolf Viereck. Im Gegenteil. Es sei eine Tatsache, auf die immer wieder hingewiesen werden müsse.

Als Wirtschafts- und Wissensstandort ist die Stadt Wolfsburg deshalb im Juli 2012 dem internationalen Städtenetzwerk „Mayors for Peace“ (zu Deutsch: „Bürgermeister für den Frieden“) beigetreten. Das Netzwerk, dem mehr als 7500 Städte und Gemeinden in 163 Ländern angehören, engagiert sich in Fragen der globalen Sicherheit und zum Schutz des Lebens der Bürger. Bereits zum fünften Mal zeigen die Stadtoberhäupter jetzt symbolisch Flagge für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Am Wolfsburger Rathausplatz wurden am Montag zwei entsprechende Fahnen gehisst.

„Als Kommune bekommen wir die Auswirkungen der Kriege an anderen Orten der Welt direkt zu spüren“, sagt Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs. „Wir engagieren uns, in dem wir Flüchtlinge aufnehmen und integrieren. Außerdem unterhalten wir Entwicklungspartnerschaften mit Ländern in Afrika.“ Dort wolle man die häufigen Gründe für den Ausbruch von Kriegen bekämpfen, wie etwa die ungleiche Verteilung von Machtverhältnissen und Ressourcen. Darüber hinaus wolle man dafür sorgen, dass es auch hierzulande so friedlich bleibt, wie bisher.

Und da spiele schon allein die Diskussionskultur eine große Rolle, meint Ratsmitglied Günter Lach. Diskussionen würden mittlerweile oft ideologischer geführt als früher. Heutzutage fehle es schnell an Respekt. „Friede fängt bereits im eigenen Rathaus an“, sagt er.

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