Wolfsburger Azubis ergründen: „Was ist Realität für mich?“

Wolfsburg.  In der „Werk-Stadt-Schloss“ setzen sich junge Menschen aus Wolfsburg mit der „echten“ und der „virtuellen“ Welt auseinander.

In der Werk-Stadt-Schloss lautete die Frage: „Was ist Realität für mich?“

In der Werk-Stadt-Schloss lautete die Frage: „Was ist Realität für mich?“

Foto: Privat

„Echt wahr? – Kunst in der gemischten Realität“ war diesmal das Thema beim Kunstprojekt Werk-Stadt-Schloss. Mit dem Thema beschäftigten sich laut einer Mitteilung der Stadt insgesamt 18 Auszubildende aus den unterschiedlichsten Unternehmen, Schüler
sowie FSJler. Auch die Neuland-Wohnungsgesellschaft nahm mit ihren acht Azubis teil, um ihnen die Möglichkeit zu bieten, aus dem gewohnten Arbeitsalltag heraus zu kommen und die Begeisterung für die Kunst und das Neue zu vergrößern.

Innerhalb einer Woche befassten sich die jungen Menschen in den Kreativwerkstätten des Kulturwerkes mit der Frage „Was ist eigentlich echt?“. Dazu erstellten sie gemeinsam mit Künstlern aus Karlsruhe Visualisierungen zu analogen Zeichnungen durch die App „Artivive“. Diese ermöglichte es ihnen, die Zeichnung virtuell zum Leben zu erwecken.

Seit 2013 wird Werk-Stadt-Schloss von den Kunstkreativwerkstätten geleitet, die Jugendliche neben dem alltäglichen Berufsleben dazu animieren wollen, sich selbstständig künstlerisch auszuleben. Das Thema Digitalisierung spiele dabei von Jahr zu Jahr eine größere Rolle. Neben der Neuland unterstützen diverse weitere Ausbildungsbetriebe das künstlerische Projekt. Begleitet von externen Künstlern setzen sich Azubis mit aktuellen Themen der „echten“ und der „virtuellen“ Welt auseinander und realisieren eigenständig Kunstwerke dazu. Mithilfe von „Artivive“ erfolgte die Umsetzung von Verknüpfung der analogen Zeichnungen mit digitalen Inhalten.

„Seit mehreren Jahren nehmen wir durch Kooperation mit der Stadt Wolfsburg an diesem Projekt teil und ich finde es toll, wie engagiert die Auszubildenden mitmachen. Dabei werden nicht nur sozial-kommunikative, sondern auch persönliche Kompetenzen wie Kreativität gefordert und gefördert“, erklärt Jana Schreck, Leiterin des Personalmanagements der Neuland. Ziel des Projektes sei es, die Azubis in komplexe und schwierige Fragen einzuweisen, diese zu lösen und diese Fähigkeit wiederum im Alltag oder im Berufsleben anzuwenden. „Auch Teamfähigkeit und Vorstellungsvermögen spielen hier erfahrungsgemäß eine große Rolle“, ergänzt Schreck.

„Augmented Art“, übersetzt „erweiterte Kunst“, sei hier der Oberbegriff für die Idee des Kunstprojektes. Die wahrnehmbare Realität für Menschen wird durch die digitale Realität erweitert, die sich mithilfe eines Smartphones oder Tablets anzeigen lässt. Somit werden dem Betrachter beide Welten gleichzeitig angezeigt.

Um einen Einblick für jeden in die neue Kunstgeneration zu schaffen, werden die Kunstwerke der jungen Auszubildenden ab Donnerstag,
25. April, öffentlich im Rathaus in der Bürgerhalle zwei Wochen lang gezeigt.

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