Jugendberufshilfe am seidenen Faden – Ein Film berichtet

Wolfsburg.  Teilnehmer der Jugendwerkstatt haben einen Film über Arbeit und Erfahrungen in der Einrichtung der Wolfsburger Beschäftigungs gGmbH (WBG) gedreht.

Die Jugendlichen bei den Dreharbeiten im Gespräch mit Immacolata Glosemeyer (zweite von rechts).

Die Jugendlichen bei den Dreharbeiten im Gespräch mit Immacolata Glosemeyer (zweite von rechts).

Foto: privat

Sie erzählen, so heißt es in der Pressemitteilung der Einrichtung, wie die Jugendwerkstatt sie auf ihrem persönlichen Werdegang begleitet und unterstützt. Zudem stellen sie persönliche Werkstücke vor.

Zu sehen sein wird das Ganze am Dienstag, 19. März, um 19.25 Uhr bei TV 38. Die nötige Ausstattung und eine Einweisung in die Bedienung der Kameras erhielten die jungen Menschen von dem regionalen Fernsehsender. Unter anderem hätten sie die SPD-Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer in dem Beitrag gefragt, wie es weitergehen wird mit der Jugendwerkstatt.

Auslöser für diesen Aktionstag, der am Dienstag niedersachsenweit stattfindet, sei die ungewisse Fortführung der Einrichtung, heißt es weiter. Schließlich laufe die Förderung des Europäischen Sozialfonds Ende 2020 aus. Hintergrund sei zudem die eingeschränkte oder im schlimmsten Fall eingestellte Weiterfinanzierung aufgrund des bevorstehenden Brexits. Mit Hilfe des Aktionstages solle städteübergreifend auf die Bedeutung der Jugendwerkstätten aufmerksam gemacht und die Politik wachgerüttelt werden, sich für eine zusätzliche Förderung der Jugendwerkstätten in Niedersaschen einzusetzen.

Gefordert werde eine Finanzierung als Regelangebot, in Form eines Landesprogramms ohne den Europäischen Sozialfond. In der Jugendwerkstatt könnten 25 junge Menschen, egal ob mit Schulabschluss oder ohne, im WBG-Kompetenzzentrum Handwerk & Qualifizierung an der Benzstraße 1 niederschwellige Angebote in den Gewerken Innenausbau, Elektrotechnik, Friseur/Kosmetik und Metall ausprobieren. Sie erhielten Hilfe bei der Suche nach Praktika und Ausbildungsstellen, bei Bewerbungen und privaten Problemen.

Jugendliche ohne berufliche Ziele oder Ausbildung, benachteiligte junge Menschen, Flüchtlinge mit wenig Deutschkenntnissen und schulpflichtige Schüler, die den Schulbesuch verweigern, arbeiten hier in kleinen Gruppen zusammen, lernen voneinander und erhalten Unterstützung. Finanziert wird diese Einrichtung vom Europäischen Sozialfond, dem Land und der Stadt Wolfsburg. Jugendwerkstätten sicherten jungen Menschen eine berufliche Zukunft, böten Perspektiven und soziale Integration. Damit seien sie unverzichtbare Prävention gegen Arbeitslosigkeit und soziale Ausgrenzung.

„Auf politischer Ebene ist man sich einig: Jugendwerkstätten sind gewollt und wichtig“, wird Immacolata Glosemeyer zitiert.

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