Polizeikontrolle: Betrunkener Fahrer tauscht mit Mitfahrerin

Wolfsburg.  Zudem hat der 33-Jährige keine Fahrerlaubnis. Am Folgetag kommt er zur Polizei und räumt ein, dass er der Fahrer gewesen sei.

Die Polizisten entschlossen sich, den Autofahrer zu kontrollieren und gaben ihm Haltezeichen.

Die Polizisten entschlossen sich, den Autofahrer zu kontrollieren und gaben ihm Haltezeichen.

Foto: Fredrik von Erichsen / dpa (Symbol)

Nicht schlecht staunten zwei Polizisten, als sie am Sonntagmorgen auf der Pestalozziallee unterwegs waren. Vor ihnen fuhr ein Seat Arosa, der in die Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Rothenfelder Straße fuhr. Die Beamten entschlossen sich, den Autofahrer zu kontrollieren und gaben ihm mittels Leuchtschrift „Stopp, Polizei“ Haltezeichen, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Daraufhin bog der Autofahrer verbotswidrig nach rechts in die Straße Suhlgarten ein und fuhr entgegengesetzt der Einbahnstraße, um anschließend ebenfalls verbotswidrig in die Straße Teichgarten abzubiegen. Hier hielt der Seat nach wenigen Metern am Fahrbahnrand. Die Polizisten traten an das Fahrzeug heran und konnten deutlich erkennen, dass der Fahrersitz unbesetzt war und die Plätze im Auto gewechselt wurden.

Der Mann vom Fahrersitz verschwand auf der Rücksitzbank, und von dort rutschte eine Frau nach vorn und tauschte mit dem Fahrer die Position im Auto. Die Beamten kontrollierten alle Personen im Fahrzeug. Bei der Frau handelte es sich um eine 25-Jährige aus dem Landkreis Wolfenbüttel, auf dem Beifahrersitz saß ein 33-jähriger Wolfsburger. Auf der Rücksitzbank saßen ein 30-jähriger Wolfsburger und ein 33-jähriger Mann aus dem Landkreis Wolfenbüttel.

Auf die Frage, wer nun gefahren sei, meinte die 25-Jährige vehement, sie sei die Fahrerin. Mit den
Beobachtungen der beiden Polizisten konfrontiert, behaupteten beide Personen auf der Rücksitzbank ebenfalls, dass die 25-Jährige gefahren sei. Als der 30- und der 33-Jährige noch meinten, keine Fahrerlaubnis zu besitzen, reichte es den Beamten. Sie nahmen alle Personen mit zur Wache, wo beide Männer einen Atemalkoholtest machten.

Der 30-Jährige hatte 0,97 Promille, der 33-Jährige aus dem Landkreis Wolfenbüttel 0,48 Promille. Beiden Männern entnahm daraufhin ein Arzt eine Blutprobe. Gegen beide wurden Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Trunkenheit im Straßenverkehr eingeleitet. Gegen die 25-Jährige fertigten die Beamten eine Anzeige wegen Strafvereitelung.

Am Folgetag kam der 33-Jährige aus Wolfenbüttel zur Polizei und räumte ein, dass er der Fahrer des Seat gewesen sei. Er habe beim Auftauchen des Streifenwagens und dem damit verbundenen Haltezeichen Panik bekommen und sei aus mangelnder Ortskenntnis verkehrt in die Einbahnstraßen eingebogen. Die Ermittlungen dauern an.

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