Digitalisierung: Chancen für Institutionen und Vereine

Wolfsburg.  Der Beirat des Kultur-Entwicklungs-Planes sondiert Verbindungen von Kultur und Digitalisierung.

Auf der Basis des 2011 vom Rat beschlossenen Kulturentwicklungsplans (KEP) und der Absichtserklärung „Memorandum of Understanding“ zwischen Stadt Wolfsburg und Volkswagen AG als Leitlinie der städtischen Digitalstrategie aus 2017 setzt sich der KEP-Beirat in einem Workshop mit der Thematik Kultur und Digitalisierung auseinander. Von links: Stefan Krieger, Dennis Weilmann, Axel Bosse, Christian Bredlow und Sandra Straube.

Auf der Basis des 2011 vom Rat beschlossenen Kulturentwicklungsplans (KEP) und der Absichtserklärung „Memorandum of Understanding“ zwischen Stadt Wolfsburg und Volkswagen AG als Leitlinie der städtischen Digitalstrategie aus 2017 setzt sich der KEP-Beirat in einem Workshop mit der Thematik Kultur und Digitalisierung auseinander. Von links: Stefan Krieger, Dennis Weilmann, Axel Bosse, Christian Bredlow und Sandra Straube.

Foto: Anja Weber / Regios24

Erst ein Pressegespräch, dann der Workshop im Alvar-Aalto-Kulturhaus. Der Beirat des Kultur-Entwicklungs-Planes (KEP) will die Möglichkeiten der Verbindung von Kultur und Digitalisierung ausloten. „2011, als der KEP vom Rat verabschiedet wurde, ist nicht einmal die Frage der Digitalisierung erwähnt worden“, erklärte dies Axel Bosse, Vorsitzender des Beirates. Das solle nun geschehen, „ohne dass wir monatelange Diskussionen haben.“ Der Workshop in der Moderation von Christian Bredlow verkürze das Verfahren, sei intensiver und solle zu Ergebnissen führen, „die wir umsetzen können“. Es gelte, auch angesichts knapper werdender finanzieller Mittel, die kulturellen Institutionen der Stadt Wolfsburg, als da sind Städtische Galerie, Theater, Planetarium und Historische Museen, in Umgang und Nutzung digitaler Plattformen zu schulen. Sie könnten dadurch effektiver arbeiten. Kulturvereine, unter anderem der Kunstverein, die Bibliotheksgesellschaft und Freundeskreise könnten lernen, wie sie für ihre eigene Präsentation das Internet nutzen könnten und eine Homepage entwickeln. Sandra Straube, stellvertretende KEP-Vorsitzende, verspricht sich „von der Zuständigkeit unseres Dezernenten Dennis Weilmann für Kultur und Digitales diese Verbindung fördernde Maßnahmen“. Weilmann zeigte sich sehr aufgeschlossen dafür, sprach sich auf Nachfrage aber auch dafür aus „digitale Angebote kritisch zu hinterfragen“. Er wies auch auf die Unterschiede in der Haltung und Anwendung digitaler Funktionen durch einzelne Mitarbeiter hin. Auch darauf erhofft er sich Antworten vom Workshop, zumal die Stadt Wolfsburg mit der Volkswagen AG im Vorjahr die Absichtserklärung „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet habe. Christian Bredlow von der Firma „Digital Mindset“ sieht sich als Lotsen durch den digitalen Wandel. Er wolle dazu beitragen, „eine zeitgemäße Infrastruktur“ in den Kultur-Institutionen zu entwickeln, geeignete Qualifizierungen vorschlagen, die Chancen der Plattformen vermitteln und etwaige Hemmschwellen abbauen. Dabei gelte es, „ein tieferes Verständnis für digitale Zusammenhänge zu vermitteln. Das bedeute, praxisbezogen, partnerschaftlich und inspirativ zu arbeiten. Vor allem auch: dafür echte Begeisterung entfachen. „Der digitale Wandel“, wiederholte er das Versprechen der Internet-Befürworter, „bringt uns viel Zeit, die wir kreativ nutzen können.“

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