Riesenbauvorhaben im Osten der Stadt

Nordsteimke/Hehlingen.  Die jetzt schon bestehenden Verkehrsprobleme lösen und ein Konzept für die Zukunft vorstellen, dies fordern Kritiker.

Vier Wohnquartiere und ein Campus mit Infrastruktur sollen entstehen.

Vier Wohnquartiere und ein Campus mit Infrastruktur sollen entstehen.

Foto: Quelle: Stadt Wolfsburg

Vielen sei die Dimension des städtebaulichen Vorhabens vor den Toren der Stadt sicherlich noch gar nicht bewusst, vermutet dieser Tage ein Ortspolitiker aus Nordsteimke. Jedenfalls sei es alles in allem rund um den Sonnenkamp bisher erstaunlich ruhig – trotz der gewaltigen Ausmaße des bisher größten Wohnungsbauvorhabens der Stadt.

Tatsächlich soll im Eck zwischen Reislingen-Südwest, Nordsteimke und Hehlingen nicht nur das bisher größte Baugebiet Wolfsburgs sondern auch Norddeutschlands entstehen. Bis zu 3000 Wohneinheiten sind geplant, hinzu kommen ein Campus mit Infrastruktur, Schule, Kita, Sportanlagen, Ärzte, Seniorenwohnungen.

Zum Vergleich: Wolfsburgs bisher größtes Bauvorhaben war der Kerksiek, der mit etwa 900 Wohneinheiten auf rund 3000 Einwohner kommt und Ehmen und Mörse zugeschlagen ist. Das Dorf Reislingen mit seinem später gebauten Vierteln Windberg und Reislingen-Südwest kommt zusammen auf knapp 6000 Einwohner. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Sonnenkamp entstehen derzeit bereits die Steimker Gärten, Kapazität: 1250 Wohneinheiten. Städteplaner multiplizieren die Zahl der Einheiten üblicherweise mit drei Einwohnern.

Was Skeptikern Bauchschmerzen bereitet, ist die Lösung der Verkehrsprobleme rund ums geplante Bauareal. Mittlerweile ist dies in nahezu jeder Ortsratssitzung Thema, die Politik trifft sich das nächste Mal am 23. November zur öffentlichen Sitzung. In der jüngsten hatte ein Einwohner, der auch Mitglied im Sonnenkamp-Beirat ist, dies angemahnt. Man unterhalte sich im Beirat, der sich aus Baugesellschaft, Investor, Stadt und Ortspolitik zusammensetzt, schon über die Farbe der Dächer. Die Verkehrsinfrastruktur sei kein Thema. Die Politik stimmte ihm zu, die Verwaltung sei mit ihren Verkehrsplanern gefordert.

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