Stadtbibliothek will ab 2019 Selbstverbuchung einführen

Wolfsburg.  Stadträtin Iris Bothe hat pünktlich geliefert: Am Ende der Sommerpause liegt die Ratsvorlage zu den Wolfsburger Bibliotheken auf dem Tisch.

Die Mitarbeiter der Wolfsburger Stadtbibliothek verbringen momentan noch viel Zeit mit der Ausleihe und der Rücknahme von Medien.

Die Mitarbeiter der Wolfsburger Stadtbibliothek verbringen momentan noch viel Zeit mit der Ausleihe und der Rücknahme von Medien.

Foto: Helge Landmann/regios24

Stadträtin Iris Bothe hat pünktlich geliefert: Am Ende der Sommerpause liegt die Ratsvorlage zu den Wolfsburger Bibliotheken auf dem Tisch. Wenn die Ortsräte Fallersleben und Westhagen in der kommenden Woche zu ihren ersten Sitzungen nach den Ferien zusammenkommen, können sie darüber beraten ­– ebenso wie über den Zeitplan zur Einführung der Selbstverbuchung.

2019 und 2020 sollen in der Zentralbibliothek und der Kinderbibliothek im Alvar-Aalto-Kulturhaus die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Nutzer Medien selbstständig entleihen und zurückgeben können. 2020 würden ­die Fahrbibliothek und, so sie denn kommt, die neue Jugendbibliothek mit der Technik ausgestattet, genauso wie die Schul- und Stadtbibliothek in Westhagen. 2021 sollen die Stadtteilbibliotheken Fallersleben, Vorsfelde, Detmerode und Hansaplatz folgen, 2022 und 2023 die Lernzentren und das Medienzentrum.

Wolfsburg ist mit der Selbstverbuchung nicht gerade Vorreiterin. In der Beschlussvorlage wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mehr als 70 Prozent der Bibliotheken vergleichbarer Städte bereits über solche Systeme verfügen. Stimmen die politischen Gremien und letztlich der Rat zu, bereitet die Stadtverwaltung die Ausschreibung vor. Schon zum 1. Januar möchte Bothe einen Fachinformatiker einstellen, der die Einführung begleitet. Sie gehört zu den Herzstücken des Zukunftskonzeptes. Weil sie den zuletzt stark überlasteten Mitarbeitern Freiräume für als dringlicher bewertete Aufgaben wie die Beratung, aber auch die Organisation von Veranstaltungen verschaffen. In Zukunft soll das Team verstärkt Wissensevents ausrichten.

Stimmt der Rat den Vorschlägen zu, könnte die Verwaltung außerdem eine denkmalgerechte Umgestaltung des Alvar-Aalto-Kulturhauses vorbereiten. Dort soll nicht nur in der Ladenzeile die Jugendbibliothek eingerichtet werden, sondern auch eine Werkstatt für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik entstehen. Das Konzept für die Jugendbibliothek will Bothe im November vorlegen.

Größere Veränderungen wird es nach Plänen der Verwaltung nicht nur im Wolfsburger Zentrum, sondern auch in zwei Ortsteilen geben: Umzüge sind geplant. Die Stadtteilbibliothek Vorsfelde soll ins Zentrum der Eberstadt verlegt, die Stadtteilbibliothek Detmerode an das Familienzentrum angegliedert werden. Ziel dieser Umsiedlung ist, Kindern den Zugang zu ihren Angeboten zu erleichtern.

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