Marathon: Veranstalter unzufrieden

Wolfsburg  Die Teilnehmerzahlen bleiben hinter den Erwartungen zurück. 3652 Sportler hatten sich gemeldet, mehr als 4000 hatten die Veranstalter angepeilt.

3652 Sportler hatten sich für die verschiedenen Strecken gemeldet, mehr als 4000 hatten die Veranstalter angepeilt.

Foto: regios24/Lars Landmann

3652 Sportler hatten sich für die verschiedenen Strecken gemeldet, mehr als 4000 hatten die Veranstalter angepeilt. Foto: regios24/Lars Landmann

Das Wetter hätte kaum besser sein können, der Sport sei vom Feinsten und die Organisation durch den VfL Wolfsburg sei top gewesen, wie das Organisationsteam des 12. Wolfsburg-Marathons am Dienstag mitteilte. Dennoch war Jan Poguntke, der den Marathon für den VfL zum zehnten Mal organisierte, nicht ganz zufrieden. „Es hätte schon ein wenig mehr sein können“, lautete sein Fazit am Ende der sportlichen Großveranstaltung. Gemeint waren damit die Teilnehmer- und Zuschauerzahlen, die deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren. 3652 Sportler hatten sich für die verschiedenen Strecken gemeldet, mehr als 4000 hatten die Veranstalter angepeilt. Und auch die Wolfsburger schienen nach dem Tag der Niedersachsen ein wenig müde zu sein, nur geschätzte 17 500 säumten die Strecke und feuerten die Läufer an. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 20 000 gewesen. Dennoch waren alle, ob Sportler, Besucher oder auch die Organisatoren selbst, voll des Lobes über den Wolfsburg-Marathon. „Der Marathon macht Spaß“, „es geht familiär zu“, die Streckenführung zeigt die Schönheiten der Stadt“, „eine Werbung für die Sportstadt Wolfsburg“ – so und ähnlich lauteten die Kommentare der Teilnehmer. Und auch Reiner Brill, der Geschäftsbereichsleiter Sport der Stadt, war begeistert. „Ich erlebe das sportliche Ereignis hier zum ersten Mal, es ist eine wunderbare Veranstaltung mit einem ganz tollen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer.“ Brill wusste auch, wovon er sprach. Er ließ es sich nicht nehmen, im 10-Kilometer-Lauf an den Start zu gehen und erschöpft, aber glücklich, das Ziel zu erreichen.

Die Zahlen im Einzelnen: 193 Marathonis waren gemeldet, knapp 1600 Athleten kürten die Halbmarathon-Distanz zur beliebtesten Strecke, 750 Sportler wagten sich an die 10-Kilometer-Distanz, 513 an die 5-Kilometer-Strecke. Erfreulich: Der Bambinilauf verzeichnete mit 638 Kindern einen Zuwachs im Vergleich zum vergangenen Jahr. Unverständlich hoch in diesem Jahr mit 600 die Zahl der Menschen, die sich für die Erwachsenenläufe gemeldet hatten, dann aber nicht angetreten waren. Wie in jedem Jahr waren auch wieder Gäste aus Wolfsburgs Partnerstädten am Start. Und so siegte im Halbmarathon mit Yoshio Takayanagi ein Läufer aus der japanischen Partnerstadt Toyohashi. Bewährt wie in jedem Jahr sei das Rahmenprogramm gewesen: Die Helfer-Party im Congress-Park, die Nudelparty mit gut 350 Teilnehmern in der Auto-Uni. Beliebt und gut besucht die Erlebnismeile in der Fußgängerzone – und wie stets wurde an der Strecke getrommelt, was die Arme hergaben, heißt es in der Mitteilung des Organisationsteams.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder