IT-Experte hilft Vereinen ins Netz

Velpke  Harald Ludwig betreute 17 Jahre lang die Homepage der Samtgemeinde.

Harald Ludwig weiß, wie man im Internet Präsenz zeigt: Er bietet seine Hilfe gemeinnützigen Vereinen an.

Foto: Eva Hieber

Harald Ludwig weiß, wie man im Internet Präsenz zeigt: Er bietet seine Hilfe gemeinnützigen Vereinen an. Foto: Eva Hieber

Computer, Internet, Soziale Netzwerke: Die digitale Entwicklung geht rasend schnell. Einer, der sich noch an deren Anfänge erinnern kann, ist Harald Ludwig. Der 61-jähriger Velpker beschäftigte sich in seinem aktiven Berufsleben mit IT und Netzwerk-Steuerung: Heute, in der passiven Altersteilzeit angekommen, pflegt Ludwig ehrenamtlich Webseiten für gemeinnützige Vereine.

Im Jahr 1998, als das Internet schon relativ weit entwickelt, aber längst noch nicht so gut verfügbar war wie heute, wandte sich Ludwig an die Samtgemeinde Velpke: „Zu der Zeit habe ich mich viel mit den Möglichkeiten des World Wide Web auseinander gesetzt. Ich fand das ganz spannend und dachte – warum sollte unsere Gemeinde keine eigene Webseite haben?“ Eine Idee, die Wurzeln schlug: Ludwig baute zunächst in Zusammenarbeit mit der Werbegemeinschaft Velpke die erste Homepage der Gemeinde auf und pflegte sie die nächsten 17 Jahre lang. „Man kann wohl sagen, dass Velpke eine der allerersten Gemeinden der Region war, die eine eigene Webseite hatte“, sagt Ludwig stolz.

Im Jahr 2017 ist für viele Menschen ein Leben ohne Smartphone kaum vorstellbar – die ersten Generationen, die nach der Entstehung des öffentlichen Internets geboren wurden, sind erwachsen geworden. Gerade für sie dürfte einiges, was Harald Ludwig zu erzählen hat, faszinierend sein. „Ich erinnere mich an Zeiten, in denen Tischplatten-große Festplatten in eigenen Räumen gelagert wurden“, erzählt Ludwig, „das war vielleicht ein Lärm!“ Auch das Lochkartenzeitalter hat Ludwig miterlebt – und die frühe Form der Datenübermittlung. „Man hat damals Daten auf Magnetbänder überschrieben und die dann per Post verschickt“, sagt Ludwig.

Diese Zeiten gingen schnell vorbei – heute haben die meisten Laptops bereits Festplatten, die mehrere Terabyte an Informationen speichern können. Wird einem da nicht manchmal schwindlig, wenn man sich an die ersten Schritte der Digitalisierung erinnern. „Ach nein, ich bin da mitgewachsen“, sagt Ludwig. Immer wieder bildete er sich fort, beschäftigte sich auch Zuhause mit den neuesten Technologien. So kam er auch erstmals mit der Anwendung „Wordpress“ in Berührung – damit kann sich jeder seine eigene Webseite bauen.

„Es gibt noch viele andere, vergleichbare Systeme. Aber ich habe mich über die Jahre auf Wordpress spezialisiert, und kenne mich gut damit aus.“ Diese Kenntnisse will Ludwig auch nach seiner aktiven Berufszeit nutzen: In ehrenamtlicher Funktion pflegt er deshalb etwa die Seite von „Wolfsburg hilft“ und bietet auch anderen gemeinnützigen Vereinen seine Hilfe an. „Wer Hilfe braucht bei dem Aufbau seiner Homepage, kann sich gerne an mich wenden“, bietet Ludwig an, „ich unterstütze gerne dabei, eine Seite aufzubauen, die den modernen Anforderungen genügt.“ Essenziell sei heute etwa, dass die Webseite sowohl auf dem PC, als auch auf dem Tablet und dem Smartphone gut dargestellt wird.

Wichtig ist Ludwig dabei, dass er mit dem Inhalt der Seite übereinstimmt. „Für mich bedeutet die Pflege einer Homepage sehr viel Arbeit und Zeit“, so Ludwig. „Ich muss davon überzeugt sein, was ich tue.“

Übrigens: Obwohl Harald Ludwig immer noch viel am PC arbeitet und sich weiter bildet, ist das Smartphone nicht sein Ding: „Da frage ich lieber die jungen Leute um Hilfe“, gibt er ganz offen zu.

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