Wo Kunst und Technik eine Symbiose eingehen

Nordstadt  Kunst begegnet Technik, Kreativität trifft auf Funktionalität. Genau das ist seit Sonntagvormittag der Fall.

Foto: regios24/Sebastian Priebe

Und zwar im historischen, ausgedienten und sanierten Pumpwerk der Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) an der Kästorfer Straße. In Kooperation mit dem Kulturwerk Wolfsburg in Person von Ingrid Eichstädt und Monika Kiekenap-Wilhelm haben 15 Künstler aus der VW-Stadt dort eine Ausstellung ihrer Werke vorbereitet.

Die Exposition wurde von Dr. Gerhard Meier, dem Leiter der WEB, und Stefan Krieger, Geschäftsbereichsleiter Kultur der Stadt Wolfsburg, eröffnet. Rund 100 Gäste – „weit mehr als wir erwartet haben“ – begrüßte das Duo an ungewöhnlicher Kunstausstellungsstätte. Ein Ort, der Christel Rothe, die ehemalige Leiterin des Galerietheaters, zu der Äußerung veranlasste: „Die Arbeiten passen sehr gut in die Räume.“

Bevor die Besucher die Exponate in Augenschein nahmen, spielten Matthias Klingebiel am Synthesizer und der Saxophonist Nico Finke im Foyer „Industriemusik“. Dr. Gerhard Meier betonte in seiner Rede, dass die Ausstellung „einmalig für die WEB, für Wolfsburg und darüber hinaus ist“. Zur Erläuterung sagte Meier: „Hier gehen Kunst und Technik eine Symbiose ein.“

Stephan Krieger betonte, dass der Begriff „Kunst nicht nur die großen Leuchttürme“ beinhalte. Kunst und Kultur schafften „neue Perspektiven“ und seien „Anlass zur Kommunikation“, so Krieger. Auch in Zeiten knapperer Haushaltsmittel gelte der Satz: „Kultur ist nicht alles, aber ohne Kultur ist alles nichts.“

Die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler bekamen zum Dank eine Sonnenblume überreicht. Präsentiert werden Arbeiten von Ali Altschaffel, Ingrid und Eimo Cremer, Vanessa Gelbke, Bettina Hackbarth, Yoko Haneda, Elvira Herrmann, Rosi Marx, Hella Ness, Esra Oezen, Rainer Scheer, Ingrid und Peter Sterz, Ruthild Tillmann und Doris Weiß. Die Präsentation deckt eine große Bandbreite von Malerei über Zeichnung bis zu Arbeiten mit dem Material Ton ab. Doris Weiß, sie zeigt „Tanzpositionen“ in Tusche auf Karton, äußerte: „Ich musste mich, bevor ich meine Bilder aufgehängt habe, erst einmal auf die außergewöhnliche Atmosphäre einstellen.“

KUNST AUF PUMP

Führungen durch die Ausstellung „Kunst auf Pump“ werden an den Sonntagen im Oktober angeboten. Am 2. und 9. Oktober jeweils ab 15 Uhr, am 16. und am 23. Oktober ab 11 Uhr. Treffpunkt ist das VW-Parkhaus an der Kreuzung Berliner Ring.

Ingrid Sterz hingegen, die unter dem Titel „Datennetzwerk“ eine Installation aus Tischen, Stühlen und Murmeln präsentiert, sagte: „Als ich die vielen Bohrlöcher in der Wand gesehen habe, wusste ich sofort, was ich machen wollte.“

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