Das Cello d’amore erklang in der Nordstadtstraße

Nordstadt  Rund 100 Anhänger der Subud-Bewegung trafen sich in Wolfsburg zu Tanz und Gebet.

Sufi-Musik und Derwisch-Tanz waren am Samstag im Subud-Haus an der Nordstadtstraße zu erleben.

Mehr als 100 Glaubensbrüder einer muslimischen Bewegung aus ganz Norddeutschland nahmen an dem Treffen teil, das den ganzen Tag dauerte. Für die Musik während der religiösen Veranstaltung waren Sheikh Hassan Dyck, Marvin Dillman und Osman Catik Efendi verantwortlich.

Am Abend versammelte sich die Gemeinde, um mit der Gruppe Muhabbat Caravan die Gebetszeit zu zelebrieren, die sich bis gegen Mitternacht hinzog. Sheik Hassan Dyck erzählte Weisheitsgeschichten aus der Sufi-Tradition und begleitete seinen Gesang auf der Campanula, die auch Cello d’amore genannt wird und eine große klangliche Bandbreite bietet.

Zum Einsatz kamen außerdem eine Maultrommel, Percussion-Instrumente und ein Didgeridoo. Auf ihnen wurden die Texte inspirativ variiert und improvisiert. Die Musiker trugen alles mit einer gewissen Leichtigkeit vor. Sie wollten dazu beitragen, „dass sich die Anwesenden im Gebet in Gott versenken und einander zuwenden“, erklärte Abdor Rahman.

Die meisten Teilnehmer saßen auf dem Boden. Zum religiösen Tanz formierten sie sich in zwei große Kreise, Frauen und Männer getrennt, und ließen sich von den orientalischen Tonfolgen inspirieren. Getreu dem Motto „Der Zuhörer ist der Spieler und der Spieler ist der Zuhörer“.

Die Teilnehmer waren innerlich beteiligt. „Jeder ist immer bemüht, mit dem ganzen Herzen bei Gott zu sein“, stellte Omar Sonntag fest. Der ganze Raum war mit Teppichen ausgelegt, die von den Besuchern mitgebracht worden waren. Von den Wänden grüßten Kalligraphien und Koran-Texte.

Es war schon die zweite religiöse Veranstaltung dieser Art in unserer Stadt. Die Wolfsburger Mitglieder bemühen sich darum, die Zusammenkünfte im Subud-Haus zu einer guten Tradition werden zu lassen.

Die ehemalige Scheune in der Nordstadtstraße wurde zu einer Moschee für die Subud-Gruppe umgestaltet. Sie darf nur ohne Schuhe betreten werden.

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