Friedel Grimmann gibt Supermärkte auf

Wolfsburg  Die Edeka-Zentrale übernimmt das Ruder.

. Nachdem sich die Mitarbeiter der Edeka-Märkte in der Allerstraße, am Berliner Ring, in Detmerode und in Lehre an die Öffentlichkeit gewandt hatten, um auf nach ihrer Meinung katastrophale Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen, will Edeka jetzt handeln. Die bisher vom selbstständigen Einzelhändler Friedel Grimmann geführten Märkte gehen zum 2. April an die Edeka Hannover-Minden über.

Das Unternehmen will die Supermärkte neu aufstellen und später wieder an selbstständige Kaufleute übergeben. Die Arbeitsplätze aller Beschäftigten sollen laut Edeka beim Betriebsübergang erhalten bleiben.

Grund für diesen Schritt sei vor allem der Wunsch Grimmanns, die Märkte abzugeben, teilte die Zentrale mit. „Seinem Wunsch, die Märkte zum 2. April an die Edeka Minden-Hannover abzugeben, um seiner privaten Situation gerecht zu werden, haben wir entsprochen“, erläutert Edeka-Geschäftsführer Peter Laemmert. „Wir sehen Handlungsbedarf an allen Standorten. Dabei spielen für uns sowohl die Gestaltung der Märkte als auch Einsparungen beim Energieaufwand eine bedeutende Rolle“, so Laemmert weiter. Laut eigenen Angaben überarbeitet Edeka momentan in Abstimmung mit dem Vermieter und der Stadt Konzepte für die Standorte Schillerteich und Teichbreite.

Verdi-Gewerkschaftssekretärin Katharina Wesenick wertete die Ankündigung der Zentrale als Erfolg für die Beschäftigten. Er gehe auf das Konto der Gewerkschaftsmitglieder in Wolfsburg. Aus Verdi-Sicht sind alle Forderungen der Gewerkschaft erfüllt: 220 Arbeitsplätze seien gerettet, viele der 220 Beschäftigten könnten mit bis zu 30 Prozent mehr Gehalt rechnen. Denn anders als in den von Einzelhändlern geführten Märkten muss in den konzerneigenen nach Tarif bezahlt werden.

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