Diese Woche

Mit heißem Herzen und kühlem Kopf

Und dazu gehört, dass Panikmache und Hysterie nicht angesagt sind.

Mäuse in einem Supermarkt in Wolfenbüttel. Nein, schön ist das nun wirklich nicht. Während die einen noch sagen, da sollte man doch mal die Kirche im Dorf lassen – so schlimm sei das doch gar nicht, sehen andere sich schon mit Hantaviren verseucht im Krankenhaus liegen. Ich denke, wir alle dürfen ein heißes Herz haben, sollten aber einen kühlen Kopf behalten. Sprich: Der goldene Mittelweg ist nicht der schlechteste. Und dazu gehört, dass Panikmache und Hysterie nicht angesagt sind. Erfreulich unaufgeregt fällt auch die Antwort des Allgemeinmediziners aus. Wer mit Mäusen oder ihren Hinterlassenschaften in Kontakt kommt, sollte sich die Hände gründlich waschen und desinfizieren.

Natürlich muss sofort gehandelt werden. Selbstverständlich müssen die Mängel auf der Stelle beseitigt werden. Da sind wir uns wohl alle einig. Sehr gut, dass der Landkreis auf den Hinweis eines Bürgers sofort reagiert hat. Sehr gut, dass das Unternehmen von sich aus Maßnahmen ergriffen hat. Für mich als Redakteurin war es wohltuend, erleben zu dürfen, dass ein Unternehmen nicht vor der Presse rumgeeiert ist, sondern eingeräumt hat: Ja, wir hatten ein Problem. Das nenne ich Haltung! Das verdient unseren Respekt! Ehrlich währt eben am längsten.

Viele unserer Leser hat auch die Fällung der Pappeln bei Wendessen bewegt. Ich kann es sehr nachempfinden, dass viele Leute, die zum Beispiel mit dem Auto oder als Spaziergänger an den gefällten Bäumen vorbeikamen, auf die Stämme schauten und sich dachten: Die sehen doch gar nicht krank, morsch oder gar hohl aus. So ging es mir nämlich auch. Aber: Ich bin keine Baumsachverständige und damit auch nicht kompetent, um beurteilen zu können, was mit den Pappeln los war. Was ich mir aber wünsche, ist: Karten auf den Tisch und klare Kante! Was ist mit den Pappeln? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Wie werden diese umgesetzt? Und was bedeutet das alles für die Bürger? Die nämlich wollen noch mehr einbezogen werden. Schön übrigens, dass neue Bäume gepflanzt werden. Da ich keine Expertin auf diesem Gebiet bin, will ich hier auch nicht den sinnigen oder unsinnigen Zeitpunkt der geplanten Nachpflanzaktion diskutieren.

Menschen, die sich für Geschichte interessieren und diese vor allem auf lokaler Ebene bewahren wollen, wünschen sich nicht erst seit gestern ein Kreismagazin. Nun ist ein Raum im Bildungszentrum als Projektbüro gefunden worden. Prima! Und auch ein Projektleiter steht fest, der der Öffentlichkeit ja bestimmt schon bald vorgestellt werden wird. Nochmal prima!

Fehlt nur noch ein geeigneter Raum für das Kreismagazin. Ein Hof in Klein Denkte? Der Klosterhof Heiningen? Das Museum in Dettum? Die alte Feuerwehrzentrale in Schöppenstedt? Über einen geeigneten Raum sollten der Projektleiter und alle Beteiligten schon jetzt einmal nachdenken – und nicht erst in einem Jahr.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder